{"id":4692,"date":"2010-05-16T23:27:29","date_gmt":"2010-05-16T21:27:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.glorf.it\/blog\/?p=4692"},"modified":"2010-05-16T23:32:55","modified_gmt":"2010-05-16T21:32:55","slug":"fruehere-schwaechen-des-sybase-sql-servers","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.glorf.it\/blog\/2010\/05\/16\/sql-talk\/fruehere-schwaechen-des-sybase-sql-servers","title":{"rendered":"Fr&#252;here Schw&#228;chen des Sybase SQL-Servers"},"content":{"rendered":"<p>Mit der <a href=\"http:\/\/www.sybase.de\/products\/databasemanagement\/adaptiveserverenterprise\/ase15-5\">aktuell erschienen Version<\/a> versucht Sybase offenbar nun verlorenen Boden gut zu machen. Nach so vielen Jahren Stillstand w&#252;rde ich einen gro&#223;en Wurf erwarten, aber es kam doch nur eine Minor Version heraus: 15.5<\/p>\n<ul>\n<li>Version 11.0: 1995<\/li>\n<li>Version 11.5: 1997<\/li>\n<li>Version 11.9: 1998<\/li>\n<li>Version 12.0: 1999<\/li>\n<li>Version 12.5: 2001<\/li>\n<li>Version 15.0: 2005<\/li>\n<li>Version 15.5: 2010<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zuletzt schaute ich die Version 12.0 an und kehrte dem Sybase <a href=\"http:\/\/www.isug.com\/Sybase_FAQ\/ASE\/index.html#ASENaming\">SQL Server<\/a> dann entt&#228;uscht den R&#252;cken. Wenn es jetzt mit dem Sybase SQL Server durch den <a href=\"http:\/\/www.glorf.it\/blog\/2010\/05\/13\/sql-talk\/sap-in-memory-um-jeden-preis\">geplanten Kauf durch SAP<\/a> wieder bergauf geht, dann k&#246;nnte daraus eine Alternative zum Microsoft SQL-Server erwachsen, dessen Preise mit dem R2 nun erst wieder erh&#246;ht wurden. Ohne die Aktion h&#228;tte ich die Version 15.5 vermutlich auch einfach ignoriert&#8230; Aber wer wei&#223;, vielleicht krempelt SAP den Laden ja mal richtig um. Das w&#252;rde mir gefallen.<\/p>\n<p>Daher sammele ich mal hier, was mich damals am Sybase Adaptive Server Enterprise entt&#228;uschte. Vielleicht hat sich mit der Version 15.5 hier ja schon etwas getan oder mit SAP geht wirklich etwas voran?<br \/>\nWer immer hier Erfahrungen beitragen kann, der ist eingeladen das mit Kommentaren zu tun.<\/p>\n<ul>\n<li>Die Installation war in Java implementiert, kompliziert und fehleranf&#228;llig. Man musste echt viel tun. Daher haben wir damals auf einem Referenzsystem installiert und dann den SQL-Server durch Copy und Paste auf die Systeme unserer Kunden aufgebracht. Zum Gl&#252;ck schrieben sie nur wenig in die Registry. F&#252;r die Installation war so viel Insiderwissen n&#246;tig, das w&#228;re f&#252;r unsere Kunden niemals tragbar gewesen.<\/li>\n<li>Die Werkzeuge waren ebenfalls in Java geschrieben: was damals ein Synonym zu &quot;langsam&quot; war. Heute &#8211; also 10 Jahre sp&#228;ter &#8211; sind die Rechner ja zum Gl&#252;ck so schnell, dass das kein Problem mehr sein sollte, oder etwa doch?<\/li>\n<li>Datenbanken musste man von Hand vergr&#246;&#223;ern. Es musste sich tats&#228;chlich ein Support-Mitarbeiter per Fernwartung aufschalten und die Datenbank vergr&#246;&#223;ern, wenn die Grenze erreicht war. Das war einer der Killer und Motor f&#252;r den Umstieg auf Microsoft. Unsere Kunden haben halt keinen Admin.<\/li>\n<li>Auch die TempDB wuchs nicht dynamisch. Es kam deswegen regelm&#228;&#223;ig vor, dass Datentrafos wegen der TempDB abbrachen. Das war in der Praxis das h&#228;ufigste Problem.<\/li>\n<li>Man konnte nicht einfach eine Datenbank verschieben. Wenn es bspw. ein Problem gab, dann konnte man nicht einfach die Datenbank-Dateien von den Kunden reinholen und anschauen. Die Datenbank dann an einen anderen SQL-Server dran zu bringen, war eine gr&#246;&#223;ere Wissenschaft, wenn man nicht die Details zu den Devices (Verteilung und Reihenfolge des Anlegens) mitgeliefert bekam. Das war echt krank und ebenfalls ein Killer f&#252;r uns.<\/li>\n<li>Jeden Kleinkram musste man konfigurieren: Man musste angeben wie viele parallele Connections erlaubt waren. Daf&#252;r wurde der n&#246;tige Speicher vorallokiert. Kam dann eine Connection mehr, dann wurde die abgewiesen. Es gab keinerlei Dynamik: Was konfiguriert war, wurde an Speicher ben&#246;tigt, man musste das Maximum rausfinden und dann einstellen. Das galt f&#252;r alle wichtigen Dinge: jede Puffergr&#246;&#223;e wurde manuell eingestellt. Megal&#228;stig und f&#252;r unsere Kunden der Horror.<\/li>\n<li>Damals begannen wir ODBC zu nutzen. Die mitgelieferten ODBC-Treiber kamen nicht von Sybase, sondern von einem Dritthersteller. Sie waren schlecht. Dito mit OLEDB. Als wir mit .net anfingen und bei Sybase wegen Konnektoren nachfragten, wussten die Entwickler &#252;ber dem Teich noch nicht mal was ADO.net war und vertr&#246;steten uns darauf, dass sie sich das anschauen w&#252;rden, wenn das auf dem Markt etabliert sei.<\/li>\n<li>Die Fehlerbehandlung mit Abfragen von @@ERROR war krude, umst&#228;ndlich und fing nicht alle Fehler ab. <\/li>\n<li>Die Zeit-Datentypen und -Funktionen waren umst&#228;ndlich und ungenau. Leider war das bei Microsoft ja bis k&#252;rzlich auch noch so.<\/li>\n<li>Das Backup war umst&#228;ndlich. Man musste immer zuerst ein Dump-Device anlegen. Ein Backup direkt in eine Datei ging nicht. Dementsprechend umst&#228;ndlich war die R&#252;cksicherung bzw. das Neuaufsetzen eines alten Systems.<\/li>\n<li>Der Upgrade einer Version auf die n&#228;chste war sehr schwierig und fehleranf&#228;llig. eine automatischer Upgrade in place war mit vielen Unw&#228;gbarkeiten verbunden. <\/li>\n<\/ul>\n<p>Erg&#228;nzungen und Aktualisierungen sind willkommen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der aktuell erschienen Version versucht Sybase offenbar nun verlorenen Boden gut zu machen. 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