{"id":678,"date":"2007-07-26T22:46:15","date_gmt":"2007-07-26T20:46:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.glorf.it\/blog\/2007\/07\/26\/management\/ununterbrochen-arbeiten"},"modified":"2007-07-27T21:08:41","modified_gmt":"2007-07-27T19:08:41","slug":"ununterbrochen-arbeiten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.glorf.it\/blog\/2007\/07\/26\/management\/ununterbrochen-arbeiten","title":{"rendered":"Ununterbrochen Arbeiten"},"content":{"rendered":"<p>Fr&#252;her sagte man &quot;er arbeitete ununterbrochen&quot;, um deutlich zu machen, dass jemand an einer wichtigen Sache dran war und seine ganze Energie daf&#252;r aufwendete. Im Spiegel-Artikel &quot;<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,495292,00.html\">E-Mail-Flut und Handy-Terror: B&#252;rowahnsinn kostet Unternehmen Milliarden<\/a>&quot; werden die Ergebnisse von US-Wissenschaftlern vorgestellt, die das Arbeitsleben von B&#252;ro-Mitarbeitern untersuchten:<\/p>\n<blockquote><p>Die Realit&#228;t sei noch &quot;sehr viel schlimmer, als ich es mir je vorgestellt h&#228;tte&quot;, sagte die Wissenschaftlerin danach der &quot;New York Times&quot; zufolge. Die Zeit, die ihre Versuchsobjekte ungest&#246;rt an einer Arbeit sitzen konnten, bevor sie abgelenkt wurden, betrug im Durchschnitt gerade einmal elf Minuten. Nach der Unterbrechung besch&#228;ftigten sie sich zun&#228;chst mit mehreren anderen Themen. Erst nach 25 Minuten kehrten sie zu ihrer urspr&#252;nglichen Aufgabe zur&#252;ck.<\/p><\/blockquote>\n<p>In den letzten Tagen ist das auch bei mir wieder ganz schlimm. Wobei die Telefonanrufe am stressigsten sind. Die Mails kann ich ja noch lesen wann es mir passt, aber nicht ans Telefon zu geben, wird in der Regel nicht toleriert. Deswegen sind die Thesen der Wissenschaftler f&#252;r mich nicht wirklich neu. (Siehe auch &quot;<a href=\"http:\/\/www.glorf.it\/blog\/2007\/06\/05\/management\/sinnlose-mails\">Sinnlose Mails<\/a>&quot;)<\/p>\n<p>Neu ist f&#252;r mich, dass die Folgen davon &#8211; die Konzentrationsschw&#228;chen &#8211; auch schon als Krankheit gelten:<\/p>\n<blockquote><p>Die Konzentrationsschw&#228;che ist im Gegenteil zum bekannten Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom nicht genetisch bedingt, sondern schlicht Folge von zu viel Hektik. Wer zu vielen Informationen auf einmal ausgesetzt ist und alles auf einmal erledigen will, kann sich irgendwann gar nicht mehr konzentrieren, wird aggressiv und unproduktiv.<\/p><\/blockquote>\n<p>Mir geht es tats&#228;chlich auch so, dass ich nach einer gewissen Anzahl Unterbrechungen ganz genervt und destruktiv bin. Es f&#228;llt mir dann schwer mich wieder an die Aufgabe zu setzen. Aber was kann man schon machen, wenn Leute anrufen und um Hilfe bitten?<\/p>\n<p>Ich probierte eine Zeit lang mal mir selber einen Termin einzutragen, die Mailbox einzuschalten und dann einfach mal ganz ungest&#246;rt arbeiten zu k&#246;nnen. Leider machten mir in jedem dieser Termine die Kollegen einen Strich durch die Rechnung. Es lief dann meist so, dass die Anrufer es bei einem anderen Kollegen aus meiner Gruppe versuchten. Die sagten nat&#252;rlich, dass ich aber doch am Platz sei und stellten die Anrufer zu mir durch (Anrufer aus meiner Gruppe werden nicht auf die Mailbox weitergeleitet). Die Anrufer waren erbost und fanden ihr Anliegen viel wichtiger als die Terminsache, die ich gerade erledigte und deswegen nicht gest&#246;rt werden wollte. <\/p>\n<p>Wichtig ist einfach subjektiv. Seitdem mache ich das nicht mehr. Ich habe schon mal &#252;berlegt, dass ich mich ja einfach mit meinem Laptop in einen leeren Besprechungsraum oder die Kantine setzen k&#246;nnte. Immerhin habe ich jetzt einen WLAN-Zugang zum Firmennetz.<br \/>\nVielleicht probiere ich das irgendwann mal aus&#8230; <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fr&#252;her sagte man &quot;er arbeitete ununterbrochen&quot;, um deutlich zu machen, dass jemand an einer wichtigen Sache dran war und seine ganze Energie daf&#252;r aufwendete. 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