{"id":886,"date":"2008-01-19T13:47:52","date_gmt":"2008-01-19T12:47:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.glorf.it\/blog\/2008\/01\/19\/datenpanne\/datenpanne-sensible-daten-geraten-in-kriminelle-haende"},"modified":"2008-07-19T12:22:38","modified_gmt":"2008-07-19T10:22:38","slug":"datenpanne-sensible-daten-geraten-in-kriminelle-haende","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.glorf.it\/blog\/2008\/01\/19\/datenpanne\/datenpanne-sensible-daten-geraten-in-kriminelle-haende","title":{"rendered":"Datenpanne: sensible Daten geraten in kriminelle H&#228;nde"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem in letzter Zeit so viele peinliche Datenlecks auftreten, will ich die ab jetzt mal sammeln. Die &#214;ffentlichkeit ist sich einfach nicht klar dar&#252;ber, dass jeder gespeicherte Datensatz auch in falsche H&#228;nde geraten kann. Beispielsweise die Protokolle der Provider, die ab 1.1.2008 jeden Internetverkehr aufzeichnen m&#252;ssen, sind sehr spannend, die Provider selber interessieren sich m&#246;glicherweise nicht daf&#252;r. Aber f&#252;r Gauner w&#228;re das eine Goldgrube und personalisierte Phisching-Seiten zu erstellen. Ebenso k&#246;nnten die digitalen Erkennungsmerkmale, z.B. der Fingerabdruck wunderbar missbraucht werden. &#220;ber die Wahlmaschinen brauchen wir wohl nicht erst reden.<br \/>\nIch m&#246;chte erreichen, dass jedem klar wird, dass jeder gespeicherte pers&#246;nliche Datensatz &#252;ber einen selber bei Firmen\/Beh&#246;rden einer zu viel ist. Die Aussage, dass man ja nichts zu verbergen hat, geht an dem Problem v&#246;llig vorbei.<\/p>\n<p>Also, was haben wir denn heute auf <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/102065\">Heise-Online<\/a> gefunden:<\/p>\n<ul>\n<li>Ein Laptop wird gestohlen. Darauf stehen die Daten von 600.000 Rekruten, inkl. deren Bankverbindungen. <br \/>\nMissbrauchsm&#246;glichkeiten: Man kann sich damit bei E-Bay oder sonstwo falsche Identit&#228;ten erschwindeln und prima Geld verdienen.<br \/>\nEinsch&#228;tzung: Die Umst&#228;nde deuten darauf hin, dass es sich dabei nicht um Gelegenheitsverbrechen handelt. Vermutlich musste es akribisch vorbereitet werden, wie das Laptop aus der Kaserne geschmuggelt wurde.<\/li>\n<li>Bei einem Datenrettungsunternehmen verschand ein Magnetband mit 650.000 Kundendaten des Kreditkartenunternehmens GE Money.<br \/>\nMissbrauchsm&#246;glichkeiten: Falsche Identit&#228;ten, Bestellungen mit den Kredikarten daten der Kunden<br \/>\nEinsch&#228;tzung: Nur ein Fachmann kann von dem Band noch Daten lesen, aber nur ein Insider konte das Band zu Seite schaffen. Der T&#228;terkreis ist also recht eingegrenzt. Wenn der T&#228;ter dachte, dass er die Daten nicht mehr lesen kann, dann h&#228;tte er sich den zu erwartenden Wirbel erspart. Man kann also davon ausgehen, dass sich der Coup f&#252;r den T&#228;ter lohnt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Dezember:<\/p>\n<ul>\n<li>Die britische Post schickte m&#246;glicherweise an einige Tausend Rentner falsche Konto-Ausz&#252;ge, streitet das aber ab und nennt 120 falsche Zustellungen. (Woher wollen Sie das so genau wissen, wenne s ein Fehler war, der nicht von Ihnen bemerkt wurde?)<br \/>\nMissbrauchsm&#246;glichkeiten: Naja, ein Rentner wird ja kaum in der Lage sein unter einer anderen digitale Indenti&#228;t aufzutreten und so unerkannt Leistungen zu erschwindeln, oder? Aber vielleicht seine Enkel&#8230;\n<\/li>\n<li>Patientendaten von Erwachsenen und Kindern aus den neun Verwaltungszentren des britischen Nationalen Gesundheitssystems wurden entwendet. <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/101035\">Heise-Online<\/a> schreibt: &quot;Datentr&#228;ger mit Namen und Adressen von 160.000 Kindern verschwunden, der an ein Krankenhaus geliefert werden sollte. In einem anderen Fall sind archivierte Daten von Krebspatienten verloren gegangen, die vor 40 Jahren behandelt wurden. Andere Einzelheiten &#252;ber die verschwundenen Daten gibt es bislang nicht. Da die Vorf&#228;lle auf lokaler Ebene behandelt w&#252;rden, wisse das Gesundheitsministerium nicht, wie viele Personen davon betroffen sind.&quot;<br \/>\nWas man mit dne Daten anfangen kann, kann ma nur absch&#228;tzen, wenn man weiss, was drin steht. F&#252;r Erpressung oder noch eher gezielte Abzocke sollte es aber reichen.\n<\/ul>\n<p>Im November:<\/p>\n<ul>\n<li>&quot;Die britische Beh&#246;rde HM Revenue and Customs [&#8230;]hat zwei CDs mit vertraulichen und pers&#246;nlichen Daten von &#252;ber 25 Millionen britischen B&#252;rgern verloren. Es handelt sich dabei um alle Briten aus 7,25 Millionen Familien, die Kindergeld f&#252;r Kinder unter 16 Jahren erhielten, schreibt die Beh&#246;rde. Die Daten umfassten Name, Adresse Geburtsdatum, nationale Versicherungsnummer und teilweise Informationen zur Bankverbindung von &#252;ber 25 Millionen Briten, berichtet die BBC \u2013 Daten, mit denen Kriminellen der Identit&#228;tsdiebstahl leichtfallen sollte.&quot;<br \/>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/99315\">Heise-Online<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem in letzter Zeit so viele peinliche Datenlecks auftreten, will ich die ab jetzt mal sammeln. 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