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Bedenkliches aus dem IT-Alltag

4. Mai 2008 um 16:35

biegsame Tastatur

Flexible TastaturWer lange genug im Geschäft ist, der kennt noch die guten, alten Gummi-Tasten der ersten Mini-Computer. Ich denke da an den ZX-Sinclair mit seiner Folientastatur und Ähnliche deren Name mir gerade nicht einfällt. Wer jetzt eine ganz besonders robuste oder einfach nur flexible Tastatur benötigt, z.B. für den "Outdoor"-Einsatz, der findet diese Gummi-Matte bestimmt richtig gut.

Details bei Gizoo (13 Dollar)

4. Mai 2008 um 14:50

Brauchen Kinder Videospiele um sich sozialkompetent zu entwickeln?

Nachdem ich neulich schon auf die von IBM gesponserte Studie hinwies, die erbrachte, dass Computerspiele gut für die Karriere sind, geht die Studie von Lawrence Kutner und Cheryl K. Olson noch einen Schritt weiter. Die Studie "Grand Theft Childhood: The Surprising Truth About Violent Video Games and What Parents Can Do" fragt kritisch nach, ob Kinder vielleicht sogar Videospiele brauchen, um sich sozialkompetent zu entwickeln.

Das klingt auf den ersten Blick völlig absurd. Warum sollte Kindern, die nicht Computerspiele machen dürfen, etwas fehlen? Meiner Ansicht nach muss man bedenken, das es sich um eine amerikanische Studie handelt. Früher spielten Kinder immer in Rudeln, Einzelkinder gab es nur sehr selten. Sie waren nicht beliebt und hatten es in der Gruppe schwer. Sogar in Deutschland überwiegen mittlerweile die Einzelkinder, in den USA kommen sie zudem häufig aus gescheiterten Familien. Die Kinder dort spielen häufig nicht mehr mit anderen zusamen, sondern eher alleine zuhause für sich. In dieser -eigentlich unnatürlichen – Situation bieten Online-Computerspiele eine Möglichkeit das soziale Miteinander wenigstens ersatzweise zu üben. OK, da kommt jetzt meine persönliche Meinung ziemlich deutlich raus:

  • Soziale Kompetenzen lernen Kinder am besten im Rudel. Kleine Egoisten mag ich nicht.
  • Wenn also keine Kinder in der Nähe wohnen, dann sollte man sich für seine Kids nach Schmuddelgruppen umsehen, damit meine ich Gruppen in denen sie unbeschwert Kinder sein dürfen, z.B. Pfadfinder oder sowas.
  • Wenn das nicht geht, dann kann das maßvolle Computerspielen einen gewissen Ersatz bieten.

Lesenswert ist das (leider sehr kurze) Interview von Olsen mit dem Spiegel allemal.

gefunden bei Heise.de
3. Mai 2008 um 18:51

SQL-Server-2005: schnelles Pivot?

Als ich mit dem PIVOT-Konstrukt arbeitete und performante Ergebnisse haben wollte, muss ich erst verstehen, wie es intern arbeitet. Mit ein paar Kniffen kann man dann die Ausführung erheblich beschleunigen. Diese Serien soll meine Erfahrungen weitergeben und bei Verstehen der Zusammenhänge helfen. Der Quellcode zu diesem Artikel steht übrigens hier.

Wie wird PIVOT ausgeführt?

Angenommen die Tabelle „OpenSchema“ besteht aus drei Spalten: einer ID, einem Attributbezeichner und einer Wert-Spalte. Das sähe etwa so aus:
Tabelle Openschema

Diese Tabelle ist übrigens einem Beispiel von Itzik Ben-Gan (siehe www.sql.co.il) entnommen, weil er das PIVOT-Statement am besten erklären kann. Ehre wem Ehre gebührt.

Um die Ergebnisse dieser "Kennziffer-Wert-Tabelle" in "relationaler" Form zu präsentieren, müssen die Ergebnisse pivotiert werden:
gewünschtes Ergebnis

Vor dem SQL-Server-2005 war dazu ein recht kompliziert aussehendes Konstrukt notwendig: Man musste pro Ergebnis eine Aggregatfunktion auswerten, dass intern mittels CASE nur die gewünschten Ergebnisse auswertet:

SELECT ID,
MAX(CASE WHEN "Attribute" = 'attr1' THEN "VALUE" END) as "Typ",
MAX(CASE WHEN "Attribute" = 'attr2' THEN "VALUE" END) as "Datum",
MAX(CASE WHEN "Attribute" = 'attr3' THEN "VALUE" END) as "Anzahl",
MAX(CASE WHEN "Attribute" = 'attr4' THEN "VALUE" END) as "Dings",
MAX(CASE WHEN "Attribute" = 'attr5' THEN "VALUE" END) as "Bums"
FROM OpenSchema
GROUP by ID
ORDER BY ID

In dieser Form stellten es Rozenshtein, Abranovich und Birger schon 1992 im "SQL Server Forum 12/1992" vor. Damals gab es nur das CASE-Konstrukt noch nicht, deswegen verwendeten sie verschiedene Tricks, um ein CASE auf mathematische Weise zu erreichen. Der Vorteil bei dieser alten Schreibweise ist, dass man die Gruppierung explizit angeben kann.

Pivotieren mit Pivot

Im SQL-Server-2005 führte Microsoft bekanntlich das PIVOT-Konstrukt ein, um das Ganze zu vereinfachen. Im PIVOT-Statement wird die Gruppierung hingegen implizit durchgeführt: Es wird nach allen Spalten der Tabelle gruppiert, die nicht in den Klammern des PIVOT genannt werden. Unten werden "Value" und "Attribute" genannt, also wird nach allen verbleibenden gruppiert: hier nur "ID".

SELECT ID,
attr1 as Typ,
attr2 as Datum,
attr3 as Anzahl,
attr4 as Dings,
attr5 as Bums
FROM OpenSchema
PIVOT (
MAX("Value")
FOR Attribute IN ("attr1", "attr2", "attr3", "attr4", "attr5")
) AS pvt
ORDER BY ID

Das PIVOT-Konstrukt ist genauso implementiert, wie es bereits oben beschrieben wurde. Das schließe ich daraus, dass in beiden Fällen der gleiche Zugriffsplan verwendet wird:
Zugriffsplan

Natürlich passiert es öfters, dass der Optimizer einen semantisch äquivalenten Zugriffsplan verwendet, wenn er effizienter ist. Das ist hier jedoch unwahrscheinlich.
Die "ältere" Form hilft mir zu verstehen, wann ein PIVOT schnell ausgeführt werden kann und wann er einfach langsam sein muss. Sie hat zudem den Vorteil, dass man pro Spalte entscheiden kann, welche Aggregatfunktion verwendet werden soll. Beim neuen PIVOT wird für alle die gleiche genutzt.

Diese Reihe schrieb ich letzten Oktober als Reaktion auf den Aufruf im SQL-PASS-Newsletter. Möglicherweise erscheint der Artikel noch dort. Ich veröffentliche ihn jetzt aber lieber mal bevor er mit dem bald erscheinenden SQL-Server-2008 veraltet… 😉
1. Mai 2008 um 20:37

Das Leben ist zu kurz für den falschen Job

Georg machte mich heute auf die netten Werbebilder bei jobsintown.de aufmerksam. Besonders nett finde ich ich die Berufe Softeis-Hersteller und Kiddie-Rider-Antreiber

25. April 2008 um 19:30

Gehirnjogging

Nachdem ich in letzter Zeit mehrere Artikel zum Gehirnjogging las (regelmäßige geistige Herausforderungen, die das Hirn auf Trab halten) fand ich den Artikel "Gesundheit: Faul macht dumm" bei Spiegel.de mal eine Abwechselung. Hier wird beschrieben, dass "echtes" ™ Jogging gut für das Gehirn ist:

Bisher waren verkalkte Arterien und schmerzende Rücken, diabetische Füße und brüchige Knochen als Folge mangelnder Bewegung gefürchtet. Doch jetzt kommen Erkrankungen des Denkorgans hinzu: Gehirnschwund, verminderte Denkkraft, Schüttellähmung, Demenzen und Depressionen finden sich gehäuft unter Menschen, die ihr Dasein vorzugsweise im Sitzen und Liegen verbringen.

Warum nicht. Weil ich sowieso gerne einen Waldlauf mache, höre ich immer gerne, wie gut mir das tut…

24. April 2008 um 19:58

Meldungen mutwillig missverständlich machen

Internet löschenIch habe heute den ersten Versuch gemacht eine normale Fehlermeldung so zu bestücken, dass etwas Blödes rauskommt. Leider denkt das blöde Windows bei der Datei würde es sich um einen Ordner handeln und macht mir einen Strich durch die Rechnung.

Ich hätte gerne etwas in der Art gehabt: "Das Internet" ist zu groß für den Papierkorb…

24. April 2008 um 14:57

18 Jahre Hubble-Weltraumteleskop

Hubble Space Telescope (HST)Laut Wikipedia wurde das Hubble Space Telescope (HST) heute vor 18 Jahren ins All geschossen und am 25.4. auf dem Laderaum des Space-Shuttle gehoben. Daher darf man darüber streiten ob der 18te Geburtstag am 24. oder 25. ist.

Unstrittig ist jedoch, dass die seitdem Bilder gemachten Bilder einfach gigantisch gut sind und Stoff für hunderttausend Promotionsarbeiten bietet. Wer mag, der kann sich auf der Seite hubblesite.org umsehen. Ich finde die Gallery mit den Wallpapers oder den Bildern gute Startpunkte.

Komischerweise fand ich bei der Suche in den Google-News nur einen einzigen Artikel zu dem Thema… Dort sind wenigstens ein paar hübsche Bilder.

Bei der Gelegenheit entdeckt ich auch die Seite "Astronomy Picture of the Day". Dort gibt es jeden Tag ein hübsches Weltraumbild mit kurzer Erklärung.

24. April 2008 um 10:46

SQL-Server-Event in Wien

Wer sich demnächst mit dem SQL-Server-2008 rumschlagen muss oder ein paar richtig gute Vorträge zu fortgeschrittenen Themen im Bereich SQL-Server besuchen will, dem empfehle ich den "Solid Quality Summit" vom 26. bis 30.5.2008 in Wien. Ich denke schon alleine die "PostConference Class" am Freitag mit Itzik Ben-Gan zum Thema "Advanced T-SQL Querying and Programming" ist die Reise auf jeden Fall wert! Ich durfte diesen Kurs in London belegen und habe damals unglaublich viel gelernt.

Hier ist die Liste der restlichen Vorträge: Course Schedule

PS: Heute werden meine Posting wohl etwas kürzer. Die Handwerker machen einen unglaublichen Radau, der sich über die Heizkörper in jedes Zimmer überträgt… Der arme Hund ist schon ganz fertig.

22. April 2008 um 18:46

neues Spiel: 2D oder 3D oder Beides?

Als ich auf dem Frog-Blog das beiliegende Filmchen als Kostprobe für ein neues Spiel sah (Codename "Fez") wurde ich gleich neugierig. Hier wird ganz geschickt ein klassisches Junp&Run-Spiel um eine dritte Dimension erweitert. Aber nicht generell, sondern nur zum Umschalten in der Dritten. Hm, blöd erklärt von mir. Sehr selbst:

Es sieht so aus, als würde das Spiel Spaß machen. Wer mehr über die 3D-2D-Rendering-Technik "Trixels" wissen will, der wird auf der Fez-Seite fündig.

21. April 2008 um 18:43

Stellenangebote bei Microsoft

Microsoft stellt seine Stellenangebote nicht einfach in eine Zeitung – die Angebote werden als Werbefilme produziert. Wirklich erstaunlich:

Programm Manager

Software Developer

Hier outet sich einer der Entwickler, die für das Vista-Update verantwortlich sind, dass immer wieder mal unangenehm auffällt….

Software Tester

Und wie wirbt Eure Firma um Angestellte?

21. April 2008 um 18:34

Mini-Festplatte

MinifestplatteMit dieser externen Mini-Festplatte in Scheckkartengröße (8 x 6 x 1,8 cm, mit wahlweise 30 oder 60 GBytes Speicherkapazität) geht das Speicher-Karussell in eine neue Runde. Wenn es sowas jetzt schon bei einem normalen Versandhaus gibt, dann sind die bei Computerversendern sicher schön länger im Programm. Mir fielen die aber erst jetzt ins Auge. Ich finde es immer wieder unglaublich, welche Möglichkeiten eröffnen.

Während von "unten" gerade die Solid-State-Disks kommen, kommen von oben die Festplatten und werden immer kleiner. Ich kann mich noch daran erinnern als die ersten Festplatten in CompactFlash-Größe raus kamen. Die fassten aber nur wenige MBytes. Diese hier sind von der Kapazität richtig gut. Mein dienstlicher Laptop hat gerade mal 30 GBytes drin und das sind größere Festplatten…

20. April 2008 um 18:03

irre viele Sorten von USB-Sticks

Wer sich auf das Sammeln von USB-Sticks verlegt hat, der findet bei Cocos-Promotions eine sehr große Auswahl. Ich bin sicher man kann da auch welche ohne gedrucktes oder graviertes Firmenlogo bekommen…