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Bedenkliches aus dem IT-Alltag

22. Juni 2009 um 23:15

iPod-Erfahrungen (1): Der erste Kontakt

Nun bekam ich wirklich einen iPod geschenkt: von meiner Firma. Das hatte ich nicht erwartet. Echt nett! Blöderweise habe ich erst vor ein paar Monaten einen neuen MP3-Player gekauft (den Zen von Creative) und bin eigentlich recht zufrieden, vor allem, weil man da eine SD-Karte als "Erweiterung" reinstecken kann. Cool.

Aber nun habe ich einen "iPod Nano". Mal sehen welches System besser meinen Bedürfnissen entspricht…

Aber der Start mit dem iPod war schon mal schwieriger als erwartet. Denn leider kann man die Lieder und Hörbücher nicht einfach auf den iPod kopieren. Man muss zunächst einmal iTunes installieren. Ich frage mich tatsächlich, warum ich dafür 74 MBytes Software downloaden muss? Aber OK, so ist es wohl "einfach". Immerhin habe ich ja die Wahl: ich könnte den iPod ja auch einfach verschenken oder weiterverkaufen… Aber natürlich will ich so kurz vor dem Ziel nicht aufgeben. (Wenn Microsoft so agieren würde, dann wäre vermutlich die Hölle los.)

Nach der Installation führte mich iTunes zunächst mal in den Online-Shop. Nicht besonders sympatisch, schließlich wollte ich bloß meine Hörbücher auf den iPod kopieren und auch ein paar Lieder. Das anschließende Hinzufügen meines "Ordners" mit den Musik-Dateien lief leider nicht asynchron ab, sondern blockierte das komplette iTunes. Das bedeutete konkret, dass ich parallel dazu nicht in die Optionseinstellungen gehen konnte, um zu schauen, was iTunes so über mich in die Welt posaunt.

iPod-Software-LizenzSpäter wurde es dann knallig. Ich sollte meinen iPod registrieren und einen Account im iTunes-Store einrichten, was ich aber beides nicht machte. Anschließend musste ich einer etwa 10 Seiten langen iPod-Software-Lizenz zustimmen, die in einem kleinen Feld in Mini-Schrift präsentiert wurde. Das liest doch kein Mensch durch!

Und dann endlich konnte ich Dateien auf den iPod-Laden. Jedenfalls theoretisch. Weil mir nicht klar war, was die Konsequenz wäre habe ich die automatische Synchronisierung ausgeschaltet. Schon alleine, weil die vielen Dateien gar nicht alle auf dem 16-GBytes-iPod Platz hätten. Bisher habe ich die die Lieder meistens jahresweise gehört, also die zum Beispiel die aus 2009 und 2008. Das wollte ich jetzt auch, musste aber erst mal aufgeben. Ich muss wohl noch etwas länger hinschauen bis ich diese Infos aus iTunes heraus kitzeln kann. Daher musste ich ein ganzes Genre auf den Player kopieren. Dabei fiel mir auf, dass meine MP3s ziemlich uneinheitliche Genres haben. Ist das schlimm?

Neulich las ich irgendwo, dass es nicht so einfach ist Hörbücher in den iPod zu bringen und anständig zu hören. Daher nehme ich mir das für einen anderen Tag vor, obwohl gerade das mich wirklich reizen würde.

In der tabellarischen Ansicht schaffte ich es dann übrigens die restlichen Tags zur Anzeige zu bringen und konnte daher die Dateien nach Jahreszahl übertragen. Nun muss nur noch der Akku aufladen und dann kann ich morgen erstmalig die Lieder auf dem iPod hören. 🙂

22. Juni 2009 um 21:58

Für Kleinunternehmer ist Apple offenbar kein guter Partner…

Wenn ich mir vorstelle mir wäre das passiert: Manomio ist Software-Entwickler und hat eine gute Idee für eine iPhone-Anwendung. Die deutsche Niederlassung klingt interessiert und Manomio legt los. Er beschafft sich die notwendigen Lizenzen, eignet sich die Skills an und legt los. Nach ein paar Monaten ist er fertig und will die Investition amortisieren. Daher beantragt er eine Lizenz bei Apple – ohne Lizenz darf die Software nicht auf das iPhone drauf. Das ist schon recht rigide, man muss sich mal überlegen was los wäre, wenn Microsoft das so machen würde… 😉

Und dann lehnt Apple die Lizenz ab. Mit einer schwachen Begründung, denn eine recht ähnliche Software bekam die Lizenz. Allerdings war die beantragende Firma größer und mächtiger.

Hier geht es zum Bericht auf Golem.de: "Abgelehnt: Kein C64-Emulator fürs iPhone"

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