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Bedenkliches aus dem IT-Alltag

22. Mai 2010 um 20:11

Diskussionen mit Nicht-Technikern

In den letzten Jahren wurde mir immer stärker deutlich, dass die sogenannten Soft-Skills viel dazu beitragen können Diskussionen effektiv und konstruktiv zu gestalten. Leider erlebe ich immer wieder, dass gestandene Entwickler ihre guten Gedanken nicht so transportieren können, dass deren Chefs sie verstehen. Das liegt nicht immer nur daran, dass die Kommunikation an ganz grundlegenden Dingen scheitert. Manchmal sind es gerade die Feinheiten im Verständnis der Dinge.

Natürlich ist es ein Klischee, dass Entwickler sich nicht ausdrücken können, aber es stimmt, dass diese Skills weder in der Ausbildung/Studium, noch im Arbeitsalltag geübt werden. Oft genug war ich auf Schulungen in denen Kollegen saßen, die die Schulung als Strafe empfanden: "Mein Chef hat mich hier her geschickt. Er findet wohl ich habe Probleme mit der Kommunikation!" Dennoch nahmen die meisten wenigstens ein wenig mit, je nachdem wie gut der Referent die Anti-Stimmung aufbrechen konnte.

Anders ist es bei dem Artikel "Techies Talking to Non-Techies". Hier wird ein gemeinsamer Feind adressiert: die Ahnungslosen (wenigstens in Bezug auf Technik). Seien es die vom Vertrieb, vom Marketing oder die Auftraggeber. Die beschrieben Tipps sind zwar recht pauschal, aber meiner Ansicht nach dennoch nützlich, um über den Tellerrand zu schauen und sein Gegenüber zu verstehen.

Das ist meine heutige Lese-Empfehlung.

17. Mai 2010 um 22:12

Programm des .NET Day Franken steht fest

Nun ist es so weit: Die Agenda für den ersten .NET Day Franken steht fest. Ich wusste ja schon, dass es eine nette Veranstaltung wird, aber das Programm verblüfft mich dann doch.

Das wird ganz sicher ein sehr interessanter Tag! Thomas erzählte mir, dass er aktuell daran arbeite die harte Teilnehmergrenze gemeinsam mit dem Hotel nach oben zu korrigieren. Wer unbedingt dabei sein möchte, der sollte sich bald anmelden… ;-)

16. April 2010 um 18:08

.NET Day Franken – erste .net Community-Konferenz Frankens

Am 26.6.2010 findet in Nürnberg Frankens erste .net-Community-Konferenz statt. Das sind die Schwerpunkte der Konferenz:

  • .NET 4
  • C# 4.0
  • Visual Studio 2010
  • Verteilte Softwareentwicklung
  • Agile Softwareentwicklung

Der Call for Papers geht noch bis zum 15.5.2010. Aus daher naheliegenden Gründen stehen die Sprecher noch nicht fest. Ich gehe davon aus, dass die Organisatoren – darunter deutschlandweit bekannte Größen wie Tom Müller und Bernd Hengelein – für die von der "dodned User Group Franken" bekannte Qualität sorgen werden.

Wer dafür Werbung machen will, der findet auf der gut versteckten Community-Seite etliche Banner und HTML-Snipets.

25. März 2010 um 20:21

Sind Service Level Agreements (SLA) nur für die Großen?

Wenn man als Geschäftsmann mit einem der großen Dienstleister einen Vertrag abschließt, dann hat man sich schon als die Service Level Agreements (SLA) gewöhnt. Darin wird genau geregelt zu welchen Leistungen sich der Dienstleister verpflichtet, z.B. maximale Bandbreite, Ausfallzeit, Zusatzdienstleistungen (z.B. Datensicherungskonzepte), usw. Das hat den Vorteil, dass die Erwartungen des Kunden durch verschiedene finanzielle Optionen skaliert werden können. Für die Kunden hat es den Vorteil, dass klar geregelt ist, welchen Schadenersatz der Kunde für Vertragsverletzungen bekommt.

Heute entdeckte ich bei Gulp den Artikel "Das Servicelevelagreement (SLA) aus rechtlicher Sicht – Vertragliche Regelung wiederkehrender IT-Dienstleistungen". Gulp ist eine Plattform für Freiberufler und Projektvermittler. Die Verbindung hatte ich noch nicht gezogen: Für welche Zwecke kann es sich für Freiberufler oder besser kleine Einmann-IT-Firmen lohnen eine SLA mit einem Kunden zu schließen?
Das ist recht naheliegend, wenn man sich von dem traditionellen Begriff löst. Denn neben dem Hosting von Servern oder der Erbringung von Telekommunikationsleistungen, sind für jede Art der standardisierbaren Dienstleistung SLAs nützlich, die dann die eigentlichen Verträge ergänzen bzw. konkretisieren. Hier ein paar Beispiele:

  • Wartung der IT-Anlagen bei einem Kunden
  • Call-Center
  • Sekretariatsdienste
  • Kurierdienste
7. März 2010 um 20:44

Robot Karol – Einstieg für Kinder

Über meine Tochter kam ich auf das Spiel "Robot Karol". Hier geht es darum die Bewegungen eines Roboter festzulegen damit er eine bestimmte strecke mit z.B. Hindernissen darin zurück legen kann. Das ist eine nette Art an die Programmierung heran zu gehen: 3 Schritte vor, nach rechts drehen, zwei vorwärts gehen, nach links drehen usw. Das wird dann als "Programm" gespeichert und ausgeführt. Das Kind bekommt dann gleich Rückmeldung an welcher Stelle der Robot hängen blieb. Später sind dann auch komplexere Befehle möglich.

Ich persönlich denke, dass sich das bereits für Grundschüler eignet, aber erst ab der 5-6. Klasse mit allen Nuancen verstanden werden kann.

25. Februar 2010 um 19:24

.NET-Entwickler-Konferenz in Nürnberg

Mein Kollege Günther machte mich heute auf eine bei uns in Nürnberg stattfindende Konferenz aufmerksam: .NET-Entwickler-Konferenz (NEK). Die NEK findet am 27./28.2.2010 und am 20./21.3.2010 mit jeweils gleichem Programm statt. Wenn ich es richtig verstehe, dann geht das ursprünglich auf eine Art Access-User-Group zurück, die sich seit 12 Jahren regelmäßig zur "Access-Entwickler-Konferenz" (AEK) trifft. Sie haben offenbar auch schon drei mal eine "SQL Server-Entwickler-Konferenz" durchgeführt, die aber an mir vorbei ging.

Zurück zur NEK. Folgende Vorträge könnten für Datenbänker interessant sein:

  • Vergleich der Datenzugriffstechnologien in .NET
  • Datenbankanwendungen in .NET

Der Beitrag ist mit 330 Euro äußerst human. Allerdings muss man sich das Wochenende um die Ohren schlagen. Vermutlich richtet es sich primär an Freelancer, weil die an Wochentagen nicht können oder wollen? Los – wehrt Euch!

8. Oktober 2009 um 22:17

VSTS2010 Infoday in Ulm

Indirekt über meinen Kollegen Tom_Mue wurde ich auf den VSTS2010 Infoday in Ulm aufmerksam. Dort werden Christian Binder (Microsoft) und Thomas Schissler (artiso solutions GmbH) einen ganzen Tag lang über die Neuigkeiten in Visual Studio Team System 2010 berichten. Beispiele werden genannt:

  • Architektur-Diagramme und UML-Support
  • Erweiterte Funktionen für Test-Planung und Test-Durchführung
  • Unterstützung von UI-Tests
  • Verbesserte Verwaltung von Builds
  • Verbesserte Verwaltung von Work Items
  • Neue Reporting-Funktionen speziell für kleinere Teams

Mit Ausnahme der UI-Test klingt das auch für Datenbänker interessant… ;-)

23. September 2009 um 20:35

GULP Stundensatz-Auswertung

Bei Gulp steht gerade ein interessantes Triumvirat an Auswertungen zur Gegenüberstellung bereit:

Mein Eindruck: Der Druck auf Freiberufler ist deutlich gestiegen, der Markt ist schwieriger geworden, sogar eingebrochen. Die Erwartungen der Freiberufler sind aber nahezu unverändert geblieben.

22. August 2009 um 17:32

Small Basic

Durch die Zeitschrift DotNetPro wurde ich auf die neue Einsteiger-Programmiersprache von Microsoft aufmerksam: Microsoft Small Basic. Sie ist sehr einfach gehalten und richtet sich für Einsteiger in die Programmierung, z.B. Schüler. Das spricht mich sehr an, denn ich lernte auch mit einer sehr minimalistischen Programmiersprache die Softwareentwicklung.

Wenn ich mir vorstelle, dass Schüler mit Java oder C# einsteigen sollten, dann stelle ich mir das viel schwieriger vor als mit einer ganz simplen Sprache. Wir fingen damals in der 7ten mit programmierbaren Taschenrechnern an und stiegen erst in der nächsten Klasse auf Basic (damals auf Apple IIe) auf… ;-)

Alles was man in dieser Phase können muss kann Small Basic. Und sonst kaum mehr. In der nächsten Stufe kann man sich dann in Konzepte wie objekt-orientierte Programmierung einarbeiten, aber für den Einstieg dürfte das für viele eine Nummer zu groß sein. Das Paket ist mit weniger als 4 MBytes denkbar klein und ist schnell installiert. Der einzige Haken: Die Entwicklungsumgebung ist komplett auf englisch. Aber ist das wirklich schlimm?

23. April 2009 um 20:05

Visual Studio Team System 2008 Database Edition GDR R2 verfügbar

Bis ich den Namen aussprechen konnte, musste ich echt lange üben: "Visual Studio Team System 2008 Database Edition GDR R2". Zur Erinnerung: Das ist die Visual-Studio-Edition mit der man Datenbank-Projekte komfortabel erstellen kann und die Unit-Tests für Datenbank-Objekte ermöglicht. Weil die Edition asynchron zu den anderen Studio-Editionen erscheint, haben die ein Namensproblem. Mit dem Visual-Studio-2008 erschien im Prinzip die bisherige 2005er Version in leicht neuem Gewand. Kurze Zeit später erschien die "echte" neue Version für Visual-Studio-2008, sie wurde "GDR" genannt, um den Unterschied deutlich zu machen.

Jetzt erschien davon das zweite Release, also "R2". Das steht nun zum Download bereit und kann von allen genutzt werden, die entweder damals eine Lizenz für die Database-Edition kauften, die gleich die ganze Team-Suite haben oder (seit ein paar Monaten) auch alle, die eine Developer-Lizenz haben.

Die Liste der Fehlerbehebungen ist echt lang, die Features klingen wenig spektakulär, aber extrem nützlich. Auf einer Clip-Seite von Microsoft stehen sie:

Zusätzlich zur Unterstützung für SQL Server 2008-Datenbankprojekte beinhaltet diese Version eine Vielzahl zuvor veröffentlichter Power Tools sowie mehrere neue Features, etwa getrennte Build- und Bereitstellungsphasen, Analyse von statischem Code und eine verbesserte Integration mit SQL CLR-Projekten.

Wobei ich dachte, das würde schon von der GDR unterstützt. Aber da kann ich mich täuschen.

Hier die Links:

10. April 2009 um 14:55

WPF Fast Start – 15-Minuten-Crashkurs in Sachen Windows Presentation Foundation

WPF-BeispielWer jetzt anfängt neue Anwendungen in .net zu entwickeln, der hat sich sicher schon mit der aktuellen Oberflächenschicht Windows Presentation Foundation (WPF) von Microsoft beschäftigt. Wenn nicht, dann rate ich dringend dazu. Die Vorteile gegenüber WinForms sind enorm und haben sogar mich beeindruckt. Als alten Datenbank-Hasen waren diese oberflächlichen Themen zu Zeiten der MFC für mich meist ein Buch mit sieben Siegeln. Seit WinForms ging es besser, seitdem sind meine Tools nicht mehr bloße Konsolenanwendungen… ;-)

Wer die Vorteile und den Umgang mit der neuen Oberflächentechnologie WPF mal ausprobieren will, der kann die neue WPF-Komponente WPF Fast Start in seine bestehende Anwendung einbauen und dort testen. Laut Microsoft dauert der gesamte Vorgang (inkl. Test) gerade mal 15 Minuten. Auf dem MSDN-Portal für Softwarehersteller (ISVs) steht der 15-Minuten-Crashkurs. Dort sieht man, wie man mit Windows Presentation Foundation (WPF) Benutzeroberflächen für Desktop- oder Web-Anwendungen erstellt.

  • Auf der Seite WPF Fast Start stehen weitere Infos, Downloads und ein Tutorial.
  • Hier werden die Testmöglichkeiten noch mal zusammengefasst.
  • Wenn man es genau wissen will, dann kann man sich inzwischen 10 Webcasts zu WPF ansehen.
9. April 2009 um 19:25

IT-Jobs in Übersee

Wer gerade alleinstehend ist und mal ein paar Monate im Ausland arbeiten möchte, der sollte auch Neuseeland in die engere Wahl ziehen. Spätestens seit HErr der ringe, weiß man ja, wie schön es da sein kann. Man sollte wohl aber keine Allergie auf Schafe haben…

Mehr dazu bei der Computerwoche: "Wo es noch Jobs gibt: Neuseeland sucht noch immer IT-Experten"