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Bedenkliches aus dem IT-Alltag

11. Oktober 2009 um 21:48

Daten weg bei Microsoft-Tochter?

Laut der Meldung "Microsoft-Tochter und T-Mobile USA informieren Sidekick-Kunden über Datenverlust" bei Heise-Online hat die Firma "Danger" offenbar einen Datenverluste erlitten (Nomen est omen?):

Kunden des von T-Mobile in den USA angebotenen Smartphone-Datendienstes Sidekick stehen ihre persönlichen Informationen wie Kontakt- und Kalenderdaten, Aufgabenlisten und Fotos nicht mehr zur Verfügung. Wie der Mobilfunkanbieter und sein Datendienstleister, die Microsoft-Tochter Danger, mitteilen, seien die Daten auf den Servern verloren gegangen. Die Unternehmen arbeiten nach eigenen Angaben nun daran, sie wiederherzustellen. […] Die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Informationen wieder herstellen können, sei aber sehr gering.

Jetzt kann man nur spekulieren warum die Daten nicht wieder hergestellt werden können:

  • Wurde womöglich gar kein Backup angefertigt?
  • Hat niemand jemals ausprobiert die Daten rückzusichern und das scheitert nun?
  • Oder gibt es nur ein paar Generationen und die sind alle defekt?
11. Oktober 2009 um 21:46

Oldie-Fest

Gestern ging ich in den Erlanger Arkaden bummeln und wurde auf sehr freundliche Weise brüskiert: Ein junger Mann (vermutlich Student) verdiente sein Geld damit gezielt Werbezettel an Interessierte zu verteilen. Er stand da und schaut sich alle hereinkommenden Leute genau an. Als er mich sah erhellte sich seine Miene, er kam strahlend auf mich zu und lud mich zu der bald stattfindenden Oldie-Nacht ein…

Ich weiß genau als mich Schüler anfingen zu "siezen". Damals dachte ich, dass ich alt sei. Nun weiß ich, dass ich jetzt erst wirklich alt bin.

8. Oktober 2009 um 22:17

VSTS2010 Infoday in Ulm

Indirekt über meinen Kollegen Tom_Mue wurde ich auf den VSTS2010 Infoday in Ulm aufmerksam. Dort werden Christian Binder (Microsoft) und Thomas Schissler (artiso solutions GmbH) einen ganzen Tag lang über die Neuigkeiten in Visual Studio Team System 2010 berichten. Beispiele werden genannt:

  • Architektur-Diagramme und UML-Support
  • Erweiterte Funktionen für Test-Planung und Test-Durchführung
  • Unterstützung von UI-Tests
  • Verbesserte Verwaltung von Builds
  • Verbesserte Verwaltung von Work Items
  • Neue Reporting-Funktionen speziell für kleinere Teams

Mit Ausnahme der UI-Test klingt das auch für Datenbänker interessant… 😉

8. Oktober 2009 um 22:07

Kredite aus der Ukraine

Heute schaffte es eine SPAM-Mail auf meinem Radar zu erscheinen. Keine Ahnung wer ihnen meine Mail-Adresse verkaufte. Auf den Link habe ich nicht geklickt und habe ihn vorsichtshalber auch entfernt. Bei Google fand ich nichts über diese "Anbieter". Interessant ist die Diskrepanz der Domänen: Absender ist eine Domäne aus Kiev, der Link führt nach "pl.am" (was auch immer das ist) und versandt wurde die Mail über "ekonom6.hostsila.com":

Received: (qmail invoked by alias); 07 Oct 2009 22:07:08 -0000
Received: from ekonom6.hostsila.com (EHLO ekonom6.hostsila.com) [77.222.131.26]
by mx0.gmx.net (mx118) with SMTP; 08 Oct 2009 00:07:08 +0200
Subject: Ist Ihr Dispokredit zu gering?Unser zinsgünstiger Auslands – Kredit ist die Lösung Ihres Problems!
From: "Geld- Probleme?"

Guten Tag,

Sie haben Ärger mit Ihrer Bank wegen eines Kredites?

… dann holen Sie sich Ihren neuen Kredit eben im Ausland!

Bei uns bekommen Sie Ihren Kredit unbürokratisch, schnell und ganz bequem von Ihrem PC aus.

>>>>>> >>>>>> Private Kredite – Firmen Kredite – Immobilien Kredite <<<<<< Stellen Sie Ihren Kreditantrag noch heute auf unserem Internet Portal www.#entfernt#.pl.am Mit freundlichen Grüßen M. Logvinez

Ist das eine neue Masche, die ähnlich wie die Lotto-Gewinnmails oder Erbschaftsangebote funktionieren? Im Gegensatz zu diesen Mails ist diese hier in gutem Deutsch verfasst und hebt sich allein deswegen schon von den anderen ab. Ich könnte mir vorstellen, dass in diesen schlechten Zeiten verzweifelte Menschen tatsächlich auf solche Angebote eingehen.

7. Oktober 2009 um 21:04

Was steht im SQL-Server-Buffer aktuell drin?

Heute musste ich raus bekommen was aktuell im Bufferpool des SQL-Servers gespeichert wird. Zum Glück fand ich den Artikel What Data is in SQL Server's Memory? von Bill Graziano. Hier bekam ich eine Fülle von Anregungen. Da wir viele Datenbanken am gleichen SQL-Server betreiben, war diese Auswertung schon mal sehr wichtig:

Welche Datenbank belegt wie viele Pages im Buffer-Pool? Das Ergebnis ist eine Liste der Datenbanken mit Angabe der Größe des Datencache-Anteils.
SELECT
LEFT(CASE database_id
WHEN 32767 THEN 'ResourceDb'
ELSE db_name(database_id)
END, 20) AS Database_Name,
COUNT(*)AS Buffered_Page_Count,
COUNT(*) * 8192 / (1024 * 1024) AS Buffer_Pool_MB
FROM sys.dm_os_buffer_descriptors
GROUP BY db_name(database_id) ,database_id
ORDER BY Buffered_Page_Count DESC

In dem Artikel findet man dann auch eine Abfrage, die für die aktuelle Datenbank die detaillierte Liste bringt: Die Liste der Tabellen und wie viele Daten jeweils aktuell im Cache gehalten werden.

5. Oktober 2009 um 21:06

Labyrinth per Software erzeugen

LabyrinthFür unsere üblichen Einladungszettel suchte ich heute nach kreativen Möglichkeiten. Unsere Künstlerin ist verhindert.

Ich stieß recht schnell auf die Software "Maze Creator", die es in verschiedenen Ausbaustufen gibt. Die einfachste Version ist kostenlos und erlaubt das Werkzeug auszuprobieren. Das nebenstehende Labyrinth habe ich damit gemacht und als Datei ausgedruckt. Die Billigvariante kann nämlich nichts als Bild speichern, nur ausdrucken. Jetzt müsste man nur noch rechts unten eine Maus hinmachen und links oben den Käse und dann könnte es losgehen…

Wer sich einen schnellen Überblick verschaffen will der kann ja mal einen Blick in das Handbuch werfen. Was mich abschreckt ist weniger das Windows-3-Look&Feels, sondern die extrem umständliche Bedienung. Und jedesmal, wenn man eine Kleinigkeit geändert hat, z.B. die Strichbreite, dann muss man das Labyrinth neu generieren. Dafür fand ich weit und breit keine Alternative. Habe ich eine schicke übersehen?

OK, außer Konkurrenz läuft freilich LabyCube. Aber das kann man nun mal nicht in meinem Sinne ausdrucken und verteilen…

3. Oktober 2009 um 13:22

Converter konvertiert nicht

Heute musste ich seit langer Zeit mal wieder ein paar WAVs in MP3 umwandelt. Auf der Suche nach kostenloser Software traf ich auf die Software "FreeStar Free WAV MP3 Converter Freeware". Sie wirkte klein und einfach, genau mein Ding.

Leider habe ich mit "FreeStar WAV MP3 Converter 1.0.3 " keine guten Erfahrungen gemacht und es wieder entfernt nachdem meine Leidengrenze deutlich überschritten wurde:

  • Installation: Die Installation lief an und war sehr schnell durch, es wurden keine Fehler angezeigt. Meine Freude darüber war nur von kurzer Dauer, denn das Programm war einfach nicht installiert, weil der verwendete Benutzer keine Adminrechte hatte. Zwar Icon war das auf dem Desktop, die Software fehlte jedoch. Mit Adminrechten wurde im zweiten Versuch alles installiert.
  • Handhabung: Die Auswahl der zu konvertierenden Dateien in die Liste geht nicht per Drag&Drop, sondern man muss über einen spartanischen Dialog ins Quellverzeichnis navigieren. Start war bei mir immer das Installationsverzeichnis der Software. Das vorherige Verzeichnis wurde nicht gemerkt (noch nicht mal innerhalb der gleichen Sitzung).
    Auch das Zielverzeichnis musste man auch explizit angeben, es wurde nicht automatisch das Quellverzeichnis übernommen. In dem Dialog war es mir nicht möglich ein neues Verzeichnis anzulegen.
  • Konvertierung: Das die Konvertierung von etwa 30 WAVs in 5 Sekunden durch sei – erkennbar dadurch, dass jeweils der Status von "Waiting" nach "OK" wechselte – war nicht nur verdächtig, sondern auch falsch. Ich konnte die Software nicht dazu bewegen etwas zu konvertieren oder mir eine aussagekräftig Statusinfo bzw. Problembeschreibung zu geben. Vermutlich hat irgendein Pfad gefehlt, z.B. der Pfad von Lame, oder so. Aber da es keine Konfigurationsmöglichkeiten gab…
  • Gesamteindruck: Das war eine Erfahrung auf die ich verzichten könnte.

Mein Resümee: Keine Software von FreeStar mehr für mich. Statt dessen nahm ich CDEX, dass ganz versteckt auch WAV-Dateien in MP3s umwandeln kann. Und das klappt einfach prima.

OK, es gibt auch etwas Positives: Immerhin scheint die Deinstallation ordentlich geklappt zu haben. 😉

1. Oktober 2009 um 22:54

Memory-Leak mit Linked-Servers

Christoph hat ich auf den sehr interessanten Artikel "If you use linked server queries, you need to read this…." von Bob Ward aufmerksam gemacht. Darin werden unerwünschte Nebenwirkungen von SQL-Anfragen an Linked-Servers beschrieben. Das Tückische ist, dass bei jedem Aufruf eines Remote-Auftrages nur rund 40 Bytes in einem Memory-Leak verloren gehen. Aber Das läppert sich über die Zeit recht schnell.

Bob fokussiert sehr stark auf Linked-Server. Aber aus der recht knappen Beschreibung würde ich vermuten, dass auch Zugriffe via OpenRowSet und OpenDataSource betroffen sein können. Wer daran Spaß hat, kann es ja mal ausprobieren…

29. September 2009 um 21:18

Qubami – ein neuer Rubics Cube?

Ich kann mir gut vorstellen, dass das Qubami einen gewissen Reiz hat. Aber falls es zu schwierig ist, dann erreicht es nicht die kritische Masse an Käufern…

28. September 2009 um 21:08

Google Chrome Frame

Über den Google Chrome Frame las ich ja schon einiges, hier ist auch ein Video dazu:

Einfach klasse, wie Google hier MS vorführt. Im Nachhinein gesehen ist es schon peinlich, das bei Microsoft niemand auf diese Idee gekommen ist. Dabei war das Chaos ab der Version 6 ja schon erkennbar. Aber das beste daran ist, dass damit tatsächlich das Leben der Webentwickler leichter wird. Schon allein deswegen werde ich das auf meinen Webseiten wohl einsetzen…

27. September 2009 um 17:45

Microsoft lässt die Leser übersetzen…

Es passiert mir regelmäßig, dass ich einen Artikel in der MSDN lesen will und die maschinelle Übersetzung eines englischen Artikels bekomme. Das erkennt man an der Titelzeile, die so beginnt: "Dieser Artikel wurde maschinell übersetzt." Fast reflexartig klicke ich sofort auf den Button, dass ich den Artikel im englischen Original lesen will.

Heute sah ich zum ersten Mal, dass Microsoft den englischen und den deutschen nebeneinander stellt und die Leser darum bittet die Übersetzung zu verbessern. Zum Beispiel bei dem Artikel "Checksum Problems, Choosing the Correct Recovery Model and More" von Paul Randal. Ganz schön clever. Obwohl ich durchschaute, dass MS da von den Lesern profitieren will, konnte ich nicht anders als schnell auf einen Satz zu klicken, der so richtig daneben übersetzt war, um ihn zu korrigieren. Die daraufhin aufpoppende Login-Maske holte mich schnell von dem Tripp wieder runter. Sooo wichtig ist es mir dann auch wieder nicht… 😉

27. September 2009 um 17:33

Trennungsmanagement

Wer glaubt, dass "Trennungsmanagement" etwas mit der Ex zu tun hat, der hat sich getäuscht. So nennen Personaler den Stellenabbau.
Aber es ist nicht so schlimm, wie es klingt. Immerhin sehen sie es aus der Gesamtsicht und nicht einseitig aus Sicht der Unternehmen:

Strategisches Ziel des Trennungsmanagements muss es sein, Maßnahmen zu finden, die das "Gesamtleid" der Betroffenen so niedrig wie möglich halten. Jede Trennung muss daraufhin überprüft werden, ob die Summe der Nachteile für alle größer wäre, wenn nicht gehandelt (nicht gekündigt) werden würde. Zudem ist zu klären, inwieweit sich die mit der Trennung verbundenen Zielsetzungen (z. B. Kostensenkung) tatsächlich erreichen lassen.

Und tatsächlich gibt es immer wieder Situationen in denen Personalabbau die "richtige" Option ist, aber eben nicht immer die einzig richtige… 🙁