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Bedenkliches aus dem IT-Alltag

14. Februar 2010 um 20:27

Kuschelroboter?

Der Beitrag Kuschelroboter in der ZDF-Mediathek hat mich seltsam beunruhigt. Ich kann nicht genau sagen warum. Die Idee, dass alte oder einsame Menschen über eine Maschine Zuwendung erfahren, klingt doch nicht verwerflich, oder?

Wahrscheinlich ist mein Problem anzuerkennen, dass unsere Gesellschaft inzwischen so kalt geworden ist, dass Menschen eher von einer Maschine Zuwendung erfahren als von anderen Menschen…

14. Februar 2010 um 20:02

Virtuelle Datenbanken

In dieser Woche wurde ich auf eine Werbung aufmerksam in der von virtuellen Datenbanken die Rede war. Die Idee ist ebenso einfach wie bestechend: Offenbar ist die Software in der Lage eine Backupdatei des Microsoft SQL Servers wie eine virtuelle Datenbank "anzuhängen" und zugreifbar zu machen. Das wäre schon echt klasse: Wenn bisher jemand versehentlich einen Bestand gelöscht hat, dann muss man die gesicherte Datenbank parallel zur bestehenden wiederherstellen und dann mit der Software die Daten eines Bestandes exportieren und in die aktuelle Datenbank importieren. Wenn man auf die virtuelle Datenbank nun mit der Anwendung wenigstens lesend drauf könnte, dann würde der Zwischenschritt des Wiederherstellens komplett entfallen. Das könnt die knapp 500 USD schon wert sein.

Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass die Software die ganzen MS-APIs unterstützt, so heißt es aber in der Beschreibung ("Use all native and third-party tools to access virtual database"). Vermutlich kann man nur mit den Werkzeugen drauf oder denkt der SQL Server wirklich, das sei eine Datenbank? Hat schon jemand Erfahrung mit "SQL virtual database" von Idera? Das Video hat mich jedenfalls schwer beeindruckt. Leider weiß ich jetzt schon, dass es lange dauern wird, bis ich mich damit mal beschäftigen kann… 🙁

12. Februar 2010 um 17:54

Sensible Daten einfach weitergeben?

OK, das mit dem Datenschutz, der stärker ins Bewusstsein rückt, ziehe ich zurück. Als ich im c't magazin vom 06.02.2010 sah, wie Leute jeden Alters einfach einer hübschen Umfragerin alle Daten gaben, die sie haben wollte, inkl. Kontonummer, Einkommen und Fingerabdruck, konnte ich das fast nicht mit ansehen…

Wer nicht glaubt, dass Datenmissbrauch wirklich ein Thema ist, der dürfte den Artikel "Datenmissbrauch: Meine Identität gehört mir! mit Interesse lesen. Darin berichtet Tina Groll über ihre persönlichen Erfahrungen.

Hier ist der Filmbeitrag (etwa 10min).

12. Februar 2010 um 10:40

Datenpanne bei der BKK

Offenbar gibt es immer noch Unternehmen in denen die Mitarbeiter aus Call-Centern nicht nur die Daten einzelner Kunden abrufen können, sondern die komplette Liste alle Kundendaten. Es gibt nur wenige Mitarbeiter eine Firma, die alle Daten als Liste sehen müssen. Und die Callcenter-Mitarbeiter sind das sicher nicht, denn sie telefonieren ja immer nur mit einem.
Dass es sich dabei nicht nur um die an sich schon sensiblen Stammdaten handelt, sondern auch um Gesundheitsdaten finde ich ganz schön krass. Wenn die Daten dann auch noch Subunternehmern zugänglich gemacht wird, die auch für andere Kunden tätig sind, dann ist das ein Trauerspiel:

Um dennoch eine 24-stündige Erreichbarkeit zu gewährleisten, habe sich die Kasse externe Unterstützung geholt. Die Mitarbeiter von Value 5 HealthCare hätten "eingeschränkten Zugang" zu den Kundendaten bekommen, sagt die Sprecherin – Zugriff hatten die Bediensteten demnach aber auch auf Krankeitsbilder und Diagnosen.

Die weiteren Details finden sich im originalen Artikel der Süddeutschen und natürlich bei Heise. Wie viele Datensätze welchen Inhalts in kriminelle Hände gerieten ist noch unklar. Jetzt muss ich mich aber besser etwas anderem zuwenden, sonst versaut mir das noch glatt den freien Tag. Dass ich nicht bei der BKK bin, ist reine Glücksache… 🙁

11. Februar 2010 um 22:22

müde Datenbank-Witze

Aus meinem Fundus hier ein paar (recht alte) Datenbank-Witze:

Q: Why couldn't the index become a tightrope-walker?
A: It was unbalanced

Q: Was the cube straight or gay?
A; Neither, it was BI.

Q: What on earth was the query trying to do when it set fire to its wallet?
A: It must have been trying to warm its cache.

Q: How did the police catch the serial-killer query?
A: They used a Profiler

Q: What's a dentist's favourite MDX function?
A: Extract

Q: How did the BI developer send his backed-up database to a colleague on the other side of London?
A: In a .cab file

Die Quelle notierte ich damals leider nicht.

10. Februar 2010 um 22:58

Datenschutz rückt stärker ins Bewusstsein

Nicht nur durch das Lied "Kontrolle" von Fettes Brot und einem persönlichen Erlebnis rund um eine Seite zum Umweltschutz habe ich den Eindruck, dass der Datenschutz jetzt auch immer stärker in das Bewusstsein der Nicht-Geeks rückt.

Interessanterweise hat sogar Microsoft dazu eine Studie in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse stehen als PDF frei im Internet zur Verfügung. So fassen sie selber die Ergebnisse zusammen:

Fast drei Viertel der deutschen Internetnutzer sind weiterhin strikt gegen die Weitergabe persönlicher Daten im Internet. Zum Schutz gegen Datenmissbrauch erwartet eine große Mehrheit klare Gesetze und eine strengere Bestrafung für Verstöße. Am besten aufgehoben sehen die Deutschen ihre Daten weiterhin bei Banken. Behörden und Online-Shops folgen mit deutlichem Abstand. Die Anwendung aktiver Maßnahmen zum Schutz der eigenen Daten hat allerdings im Vergleich zum Vorjahr leicht nachgelassen. Das liegt vor allem am fehlenden Wissen darüber, wie die vorhandenen Lösungen zu nutzen oder installieren sind, aber auch am mangelnden Vertrauen in die Technologien.

MSN schneidet in Bezug auf Vertrauen übrigens sehr schlecht ab… Google wird komischerweise nicht erwähnt.

10. Februar 2010 um 22:49

Kontrolle

Bisher war die Gruppe "Fettes Brot" nicht auf meinem Radar aufgetaucht. Aber das aktuell von Ihnen bei Youtube eingestellte Video "Kontrolle" finde ich gut. Ich finde das Thema ganz gut dargestellt, musikalisch würde es mir ohne die Stimmenverzerrung besser gefallen, aber dann würde es nicht mehr so gut zum Inhalt passen…

via NetzPolitik

10. Februar 2010 um 22:05

Northwind heute

In meinem SQL-Einsteiger-Kurs nutze ich immer noch die gute, alte Northwind-Datenbank. Die gibt es nämlich noch und ist nach meiner Erfahrung gerade für Einsteiger ideal geeignet, weil alles so simple ist.

Mit der beiliegenden "instnwnd.sql" könnte man die Testdaten nach etlichen Anpassungen sogar auf einem anderen Datenbanksystem einspielen.

Aber einfacher ist es freilich, wenn man sich den SQL Server 2008 Express with Advanced Services installiert und darauf übt.

Da ich für meinen Fortgeschrittenen-Kurs die AdventureWorks verwenden, hier noch der Link auf die moderneren Testdatenbanken von Microsoft.

6. Februar 2010 um 09:37

Filme, die die Welt nicht braucht

Durch eine Werbemail von Amazon wurde ich auf diverse DVDs für Euro 2,95 aufmerksam. Schnell merkte ich warum die keiner haben will. Hier ein paar Beispiele mit der originalen Beschreibung:

Robin Hood und die Piraten mit Lex Barker als Robin Hood

Auf der Rückreise von den Kreuzzügen erleidet Robin Hood Schiffbruch und wird von Piraten gerettet, die ein saftiges Lösegeld für ihn erwarten. Als auch das Piratenschiff sinkt, gelangt Robin allein an an die Küste Englands, wo er erfährt, dass sein Vater vom üblen Lord Brooks ermordet wurde. Brooks hat sich auch Robins Erbe unter den Nagel gerissen und hat es nun auf Robins Braut Karin abgesehen. Zum Kampf gegen Brooks verbündet sich Robin mit den Piraten.

Kann man die an sich nette Geschichte noch mehr vermurksen?

Robin Hood in der Stadt des Todes mit Pierre Brice als Robin Hood

Herzog Don Gomez will mit Tochter Carmencita vor der Pest fliehen, wird aber im Auftrag von Don Luis umgebracht. Er hält Carmencita gefangen, die seinen Sohn Don Diego heiraten soll, der sich im Ausland befindet. Die Pest breitet sich weiter aus, bedroht die Burg, aber das Volk wird nicht eingelassen. Nur Frauen dürfen zum Amüsement der Ritter in die Burg. In dieser Situation tauchen Don Diego und ein Kavalier mit schwarzer Maske auf, der sich auf die Seite des Volkes stellt und an der Seite der Bauern den Kampf gegen den Tyrannen Don Luis aufnimmt.

Hä? Was hat das denn mit Robin Hood zu tun?

Das Schwert von Monte Christo

Frankreich 1858: Louis Napoleon regiert. In der Normandie regt sich Widerstand, angeführt von Marquis de Montableu und Nichte Lady Christianne, Nachfahren des Grafen von Monte Christo. Auf dem Schwert des Grafen, das Christianne findet, ist der Lageplan seines Schatzes eingraviert. Dessen Versteck ist Ziel des kaiserlichen Ministers LaRoche und zweier Offiziere, die das Schwert in ihren Besitz bringen und den Marquis einkerkern. Als maskierter Reiter bringt Christianne das Schwert an sich. Sie händigt es jedoch an LaRoche aus und gibt den Widerstand auf.

Was ist denn das für eine Geschichte? Ein Drama, ein Witz?

So, jetzt muss Schluss sein, sonst werde ich süchtig. Außerdem ist es nicht gut für mich, wenn ich mich über die Arbeit anderer erhebe.

5. Februar 2010 um 22:20

Rechnen für Fortgeschrittene

Als ich heute in eine der Werbemails reinschaute, fiel mir doch glatt die Kinnlade runter. Dort wurde im Betreff mit "Thomas, spare jetzt 59%!" für einen Restaurantgutschein im fernen München geworben. Im Inhalt war dann eine Tabelle, die konkreter wurde.

Wert Discount Ersparnis
70€ 59% 29€

Und was soll der Gutschein nun kosten? Richtig: 41 Euro. Aber stimmt die Rechnung auch?

Das erinnerte mich glatt an mein Studium. Ich hatte als Nebenfach Betriebswirtschaft und besuchte ein paar der Vorlesungen der Betriebswirte. In "Operations Research" ging es um mathematische Modelle zur Entscheidungsfindung. Der Professor war sichtbar von seinen Studenten enttäuscht, gab aber nicht auf. Ab und an packte ihn der Schalk und er nahm sein Auditorium auf die Rolle. Wenn beispielsweise am Ende einer langen und sehr ausführlichen Berechnung (damit jeder folgen konnte) nur noch ein Dreisatz übrig blieb, dann schrieb er das Ergebnis gerne einfach hin sagte er sowas wie "Und durch komplexe mathematische Umformungen kommen wir zu diesem Ergebnis: …" Wir Informatiker fanden das leidlich amüsant. Aber wir kamen erst nach einiger Zeit dahinter, dass etliche der fleißig mitschreibenden BWLer tatsächlich nicht verstanden wie er zu dem letzten Ergebnis gekommen war und kapierten erst den echten Witz hinter der Bemerkung…

Einer von diesen Spezialisten könnte vielleicht die Berechnung angestellt haben. Vielleicht sollte jemand mal darauf bestehen den Gutschein mit 59% Discount zu bekommen… 😉

4. Februar 2010 um 21:47

Wir lieben Datenbanken

Wie ich zufällig sah, kann ich jetzt auch meine Lieblings-Datenbank-Dilberts legal in meine Webseite einbetten:

Dilbert.com

Dilbert.com

Es gibt da noch einen, den ich aber erst mal finden muss. Der mit "Flieder" bzw. im englischen vermutlich "mauve". 🙂

3. Februar 2010 um 23:36

Trace auswerten: sp_cursoropen

Auf sourceforge.net findet man eine Doku von sp_cursoropen. Das ist besonders dann interessant, wenn man in einem Profiler-Trace ein sp_cursoropen findet und sich fragt, was denn da wohl für ein Cursortyp dahinter steckt.



Hex-Wert Cursortyp
0x0001 Keyset-driven cursor.
0x0002 Dynamic cursor.
0x0004 Forward-only cursor.
0x0008 Static cursor.
0x0010 Fast forward-only cursor.
0x1000 Parameterized query.
0x2000 Auto fetch.
0x4000 Auto close.
0x8000 Check acceptable types.
0x10000 Keyset-driven acceptable.
0x20000 Dynamic acceptable.
0x40000 Forward-only acceptable.
0x80000 Static acceptable.
0x100000 Fast forward-only acceptable.

Das bedeutet beispielsweise, dass eine 16 im dritten Parameter (@scrollopt) auf den Cursortypen "Fast forward-only cursor" hinweist, was dem "Default Result Set" bzw. "Firehose Cursor" entspricht. Das ist dann der Idealfall. Alle anderen Cursortypen sind langsamer, wenn nur das Lesen der Daten im Vordergrund steht.