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Bedenkliches aus dem IT-Alltag

21. Februar 2010 um 14:14

SQL Server Denali – der Große

Über Klaus wurde ich auf einen durchgesickerten Life-Cycle-Plan von Microsoft-Produkten aufmerksam. Da vergaß der Microsoft-Entwickler Chris Green bei der Erstellung einer Product-Support-Life-Cycle-Übersicht offenbar die noch nicht veröffentlichten Infos rauszufiltern. Daher kann dort sehen, wie der aktuelle Stand der Planung zu verschiedenen Produkten ist. Chris nahm das Dokument inzwischen zwar aus dem Netz, aber bspw. bei Google und Softpedia.com findet man es noch. Darin findet man auch die Planung zu Windows 8 und anderen interessanten Produkten… 😉

Demnach wären für die SQL Server folgende "Product Support Life Cycles" zu erwarten:

  • SQL Server 2000: Dezember 2000 bis April 2013
  • SQL Server 2005: Januar 2006 bis April 2016
  • SQL Server 2008: November 2008 bis Januar 2019
  • SQL Server 2008 R2: Februar 2011 bis Juni 2020
  • SQL Server 2011: Juli 2011 bis Juli 2021

Neu daran sind freilich nur die zum 2008-R2 und 2011er. Aber gerade die sind für mich aktuell besonders spannend. Denn warum sollte man in 2010 mit dem Umstieg auf den SQL Server 2008 R2 beginnen, der in Bezug auf den SQL-Server-Core kaum Erweiterungen bringt, wenn ein Jahr später die richtige Version kommt? Wenn wir mit der Umstellung fertig wären, dann wäre zudem die nächste Version schon längst freigegeben… Blöd ist nur, dass die Zahlen schon jetzt nicht stimmen, denn der SQL Server 2008 R2 soll ja nun doch erst im Mai kommen. Wird dann aus den genannten verkaufspolitischen Gründen die Freigabe des 2011ers auch verschoben? Das wäre schade.

Im Artikel "Introducing Microsoft Codename Denali ‘the Great One’" auf Softpedia.com tragen sie weitere Puzzle-Teile zusammen. Beispielsweise, dass der SQL Server 2011 den Codenamen "Denali" trägt. Wikipedia sagt zum Mount McKinley:

Ein alternativ verwendeter Name des Berges ist Denali, ein Wort aus dem Athapaskischen, das der Große oder der Hohe bedeutet.

Soso, der große SQL Server kommt dann nächstes Jahr. Da freue ich mich dann schon drauf… 😉

21. Februar 2010 um 14:10

Leichtsinnige Offenheit?

Bei Spiegel.de wird in dem Artikel "PleaseRobMe: Mein Auto, mein Haus, meine Yacht (ist weg!)" recht nett beschrieben, was es mit der Webseite PleaseRobMe.com auf sich hat. Als ich zuletzt dort war, da klappte die Anzeige nicht, vermutlich weil ich JavaScript per Default deaktiviert habe. Sonst hätte ich darüber vermutlich schon selber berichtet.

Denn die Idee die Informationen aus verschiedenen Quellen miteinander zu verbinden und den Leuten vor Augen zu führen was alles geht, finde ich eine gute Idee. Wie immer bei solchen Sachen muss man sich allerdings fragen, ob man die Kriminellen nicht erst auf die Idee bringt? Aber vermutlich sind die ohnehin schlauer als man hofft. Wenn man die Infos aus Facebook, Twitter und anderen Diensten verbindet, dann haben Gauner schon recht leichtes Spiel. Je mehr sie über einen wissen, desto leichter geht man ihnen auf den Leim.

Falls es Euch noch nicht aufgefallen ist: Ich schreibe nie vor einem Urlaub auf meinem Blog "so, jetzt bin ich mal 3 Wochen weg", sondern höchsten mal danach. Dank der zeitgesteuerten Veröffentlichung kann man die Zeit auch ganz gut mit netten Beiträgen überbrücken…

21. Februar 2010 um 12:37

SQL-Insider

Wie ich heute sah, hat Klaus Oberdalhoff letzte Woche einen Blog gestartet: SQL-Insider.de. Darin geht es um Dinge rund um SQL Server. Bisher sind nur 2 Beiträge drin, aber es kommen sicher noch mehr. Viel Erfolg. Klaus!

Klaus ist bei uns in Franken recht bekannt, weil er seit Jahren die fränkische Regionalgruppe der SQL-PASS leitet. Durch seine freundliche, aber bestimmt Art konnte er bislang immer wieder viele hochkarätige Referenten gewinnen. Bei letzten Vortrag zum Thema Datensicherung mit SQL Server kamen beispielsweise 33 Teilnehmer.

PS: Hallo Klaus, wenn Dein Blog Kommentare erlauben würde, dann hätte ich auch dort gratuliert… 😉

20. Februar 2010 um 16:35

Die Tabelle ist mehrdeutig

Als mir mein Kollege Thomas ein Problem präsentierte, musste ich erst mal lange überlegen. Grund genug das hier festzuhalten, falls es auch anderen so geht. Im UPDATE-Befehl kann man einen JOIN auf eine andere Tabelle machen. Der UPDATE wird aber dennoch nur auf die Basistabelle durchgeführt. Bei einem Self-Join kann dabei ein Fehler kommen:

UPDATE test
SET fill= t2.fill
FROM test AS t1
JOIN test as t2
ON t1.refid=t2.id

Meldung 8154, Ebene 16, Status 1, Zeile 1
Die 'test'-Tabelle ist mehrdeutig.

Oder auf englisch: "The table '%.*s' is ambiguous." Die Lösung besteht darin, dass man im UPDATE über den Alias deutlich macht, auf welche Tabelle der UPDATE durchgeführt werden soll. Beispielsweise so:

UPDATE t1 /* <-- Hier den Alias verwenden */ SET fill= t2.fill FROM test AS t1 JOIN test as t2 ON t1.refid=t2.id

Das gilt freilich auch für ein DELETE-FROM.

Hier noch der Code für ein schnelles Repro:
USE tempdb
GO
IF object_id ('test') IS NULL
CREATE TABLE test (
id INTEGER NOT NULL PRIMARY KEY,
name NVARCHAR(100) NOT NULL,
refid INTEGER NULL REFERENCES test(id),
fill INTEGER NULL);
ELSE
DELETE FROM test;

INSERT INTO test (id, name, refid, fill)
SELECT 1, N'Bill', NULL, 10 UNION ALL
SELECT 2, N'Bob', NULL, 20 UNION ALL
SELECT 3, N'Hank', NULL, 30 UNION ALL
SELECT 4, N'Tom', 1, NULL UNION ALL
SELECT 5, N'Babs', 1, NULL UNION ALL
SELECT 6, N'Grit', 1, NULL UNION ALL
SELECT 7, N'Alex', 2, NULL UNION ALL
SELECT 8, N'Eric', 2, NULL UNION ALL
SELECT 9, N'Stan', 2, NULL UNION ALL
SELECT 10, N'Ole', 2, NULL UNION ALL
SELECT 11, N'Skye', 3, NULL UNION ALL
SELECT 12, N'Mary', 3, NULL UNION ALL
SELECT 13, N'Joe', 3, NULL UNION ALL
SELECT 14, N'Kurt', 3, NULL UNION ALL
SELECT 15, N'Karl', 3, NULL;
GO
UPDATE test
SET fill= t2.fill
FROM test AS t1
JOIN test as t2
ON t1.refid=t2.id
/*
Meldung 8154, Ebene 16, Status 1, Zeile 1
Die 'test'-Tabelle ist mehrdeutig.
*/
GO
UPDATE t1
SET fill= t2.fill
FROM test AS t1
JOIN test as t2
ON t1.refid=t2.id

18. Februar 2010 um 20:37

alter Kram – Sammeln im Web?

Wer auf der Suche nach einer Anleitung für seinen leicht veralteten Computer sucht, der wird sich sicher über digitale Datenfriedhöfe freuen. Auch das könnte man als Datenbank verstehen…

Bei bitsavers.org findet man tonnenweise Handbücher von verschiedenen Firmen, z.B. recht viel von DEC, aber auch z.B. das Handbuch der TR4 von AEG Telefunken oder das Handbuch vom Apple I.

17. Februar 2010 um 20:46

Die Geschichte des SQL Servers aus der Sicht von Microsoft

Da jetzt bald wieder eine neue Version des Microsoft SQL Servers auf den Markt kommt, möchte ich auf den Artikel SQL MythBusters – "SQL Server is really a Sybase product not a Microsoft one." hinweisen. Hier beschreibt Euan Garden die Geschichte des SQL Servers aus der Sicht von Microsoft. Da würde mich doch glatt die Sicht von Sybase interessieren…

Etwas differenzierter beschreibt es Kalen Delaney in dem ersten Kapitel des vergriffenen Buches "Inside SQL Server 2000", dass freundlicherweise nun im Internet als PDF zugänglich ist.

16. Februar 2010 um 21:05

Lettische Bürger im Glaskasten

In Lettland ist es passiert: der Super-Daten-Gau. Die Daten von jedem Steuerzahler waren wochenlang frei im Internet verfügbar: Adresse, Gehalt, Steuerzahlungen, Bankverbindung, Geburtsdatum, usw. In den Daten konnte frei gesucht werden, ändern war ebenso möglich. Kaum zu glauben. Jetzt fragt man sich natürlich, wie viele Kriminelle die 120 GBytes an Daten abgezogen haben. Das lettische Finanzamt (VID) war hier unerwartet offenherzig:

Jeder, der eine E-Mail von der Webseite mit dem Datenloch erhalten habe, konnte die VID-Daten anderer betrachten. Das konnte auch unbeabsichtigt geschehen, man musste dafür keinen Code oder ein Passwort knacken. Der Besucher dieser VID-Webseite wusste noch nicht einmal, dass er etwas Unerlaubtes tat. Karajevs hatte es selbst auf der VID-Homepage ausprobiert: “Ich besuchte einfach die Webseite, ohne dafür spezielle Mittel einzusetzen, ohne irgendeine böse Absicht. Ich tippte dann einfach eine Adresse ein, drückte auf die Enter-Taste und erblickte eine Liste mit irgendwelchen fremden Daten.” Und diese Daten konnte er nicht nur einsehen, sondern auch ändern: “Ich änderte ein paar Zahlen und erhielt veränderte Daten. Dabei habe ich nichts geknackt, gegen kein Gesetz verstoßen."

Weitere Details stehen im originalen Artikel "Umfangreiches Daten-Leck in der lettischen Steuerbehörde VID" der Lettische Presseschau.

Was kann man da tun? Im Grunde genommen müsste jetzt jeder Steuerzahler umziehen, seine Bankverbindung ändern und sein Geburtsdatum ändern. Das jetzt jeder weiß, was die anderen verdienen, ist sicher noch die kleinste Sorge. Ich kann es wirklich nicht fassen, was da passiert ist.

16. Februar 2010 um 20:48

NoSQL? Wie wäre es mit CouchDB?

Bei Heise Developer erschien aktuell ein interessanter Artikel über eine NoSQL-Datenbank: CouchDB – angesagter Vertreter der "NoSQL"-Datenbanken.

Ist es eine zufällige Häufung oder hat das derzeit überall aufkeimende Interesse der Community an NoSQL-Datenbanken etwas mit dem Aufkauf von MySQL durch Oracle zu tun? Auch ich bin unsicher, ob ich mein Interesse an MySQL jetzt nicht lieber auf andere Datenbanksysteme umleiten sollte…

16. Februar 2010 um 18:26

Der DFB und die Lizenzfrage

Nachdem der DFB ja schon negativ aufgefallen ist, weil Väter die Tore ihrer Sprösslinge nicht in Internet stellen dürfen, obwohl niemand jemals auf die Idee käme die Spiele der Kleinen im Fernsehen zu übertragen, haben Sie ihre Linie wohl noch verstärkt.

Obwohl es eine Reihe von bekannten Fußball-Liedern gibt in denen Namen der Spieler vorkommen, will der DFB nicht, dass eine Hausfrau ihr selbstkomponiertes Lied veröffentlicht. Nun, meinen Geschmack trifft das Lied nun auch nicht gerade, dennoch geht das wohl etwas zu weit. Warum darf das Wort "Deutschland" nicht vorkommen, wenn die Gute ein Lied zum Anfeuern unserer Nationalmannschaft schreibt? Vielleicht sollte man das "National" auch gleich aus dem Wortschatz streichen, denn das könnte ja auch komisch ankommen… Und wenn man nicht mehr "Ballack" sagen darf, wenn man über Fußball singt, was ist denn da los?

Vermutlich sind sie juristisch im Recht. Was für mich aber nur ein Zeichen dafür ist, dass das Lizenzrecht dringend überarbeitet wurde.

Details bei Spiegel-Online.

16. Februar 2010 um 18:24

Ultimate Windows Tweaker

Durch einen Artikel in der aktuellen PC-Welt wurde ich auf das Tool "Ultimate Windows Tweaker" aufmerksam. Es wird vollmundig als Pendant zum Tweak-UI für WinXP gepriesen. Das stimmt freilich überhaupt nicht. Aber etliche interessante Einstellungen werden hier tatsächlich gesammelt, die mal sonst mühsam mit dem RegEdit machen müsste.

Hier ist der Download.

15. Februar 2010 um 20:45

Datenbankfehler auf Datenbankhilfeseite

Zur Konfigurationsdatenbank kann keine Verbindung hergestellt werden.Verbindungsprobleme gehören bei uns schon zum alltäglichen Supportgeschäft. Meist liegt es schlicht daran, dass der SQL Server gestoppt ist und der Kunde das einfach nicht bemerkt. Dennoch fand ich es heute bemerkenswert, dass die "SQL Server FAQ" wegen eines Datenbankfehlers nicht erreichbar ist:

Zur Konfigurationsdatenbank kann keine Verbindung hergestellt werden.

Das kann freilich immer passieren, aber dennoch finde ich es irgendwie witzig. Etwa so wie wenn ein Zahnarzt Zahnschmerzen hat…

15. Februar 2010 um 20:24

Artikel über Deadlock-Grafen

Nachdem bei uns das Thema Deadlock wieder als Welle reinschwappt, freute ich mich über einen Einsteiger-Artikel zum Thema Deadlock-Grafen im SQL-Magazine. der Artikel ist frei zugänglich. Normalerweise muss man wenigstens registriert sein oder am besten gleich "Subscriber". Beides ist hier nicht nötig.

Wer weitere Infos zu dem Thema sucht, der findet am Ende Links auf deutlich tiefer gehende Artikel.