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Glorf IT

Bedenkliches aus dem IT-Alltag

9. März 2009 um 19:23

Lange Monologe

Ich kann mich gut erinnern, dass es in meinem Studium einen berüchtigten Kommilitonen gab, der viel redete. Ich meine wirklich viel. Aber heute fand ich einen Meister des Fachs. Als ich in den Zug stieg setzte ich mich auf einen freien Platz auf einem "Vierer". Dort saß ein älterer Herr (ein Beamter kurz vor der Pensionierung, wie sich heraus stellte) und sprach mit einer jungen Frau ihm gegenüber. Über die Frau kann ich nichts berichten. Sie sagte nur "Aha", "HmHm", "Ach so" und so weiter. Und selbst dabei wurde sie fast noch durch den Herrn unterbrochen, der die ganze Zeit über die Ermittlungen berichtete mit denen er zu tun hat. (Der "Verdächtige" hat wohl die potentiellen Mitbieter bei einer Auktion bedroht und nun wunderten die Banken sich darüber, dass die Immobilien zu billig weggingen.)

Jedenfalls redete der Mann bis ich endlich Aussteigen durfte. Die junge Frau stieg nämlich an der gleichen Station aus. Deswegen musste er wohl oder übel aufhören… 😉

4. März 2009 um 20:14

SQL-PASS Franken: Snapshot Isolation

SQL-PASSNächsten Dienstag, am 10.3.2009, findet in Nürnberg der nächste Vortrag der SQL-PAS Franken statt. Diesmal geht es um ein Thema, dass viel mit Performance und Parallelität zu tun hat: Snapshot Isolation.

Siegfried Spuddig, der auch schon auf Konferenzen referierte (hier mit Bild), ist freier Consultant. Derzeit betreut er eine mehrere Terabyte umfassende hochverfügbare SQL-Server-Datenbank in einem Großkonzern. Die Zusammenfassung klingt sehr interessant:

Performance-Tuning von datenbankgestützten Applikationen ist mehr als nur Hardware- und Index-Tuning. Spätestens bei längeren Transaktionen müssen sich Entwickler und Administratoren zusammensetzen, um die Serialisierung der Abfragen zu vermeiden.

Neben der Optimierung des Datenmodells für Multi-User-Systeme können Sperrenmechanismen auf Query-, Datenbank- und Tabellen-Ebene eingesetzt werden. Serialisierung kann aber auch ausdrücklich gewünscht sein, um sicherzustellen, daß bestimmte Abläufe sich nicht überschneiden.

Um die technischen Möglichkeiten mit SQL Server 2000, 2005 und 2008 und ihre Vor- und Nachteile geht es in diesem Vortrag.

Gastgeber ist wieder die plus-IT GmbH im Eurocom Center (Lina-Ammon-Str. 3, Gebäude 3 / 3. Stock, 90471 Nürnberg).

Wie immer ist der Eintritt frei, auch Nicht-Mitglieder sind herzlich eingeladen. Aber bitte bei Klaus Oberdalhoff unter kob(ät)sqlpass.de anmelden, damit er weiß wie viele Stühle benötigt werden.

4. März 2009 um 18:13

Feueralarm

Gestern gab es in meiner einen riesen Feueralarm und ich habe nichts mitbekommen… OK, der Alarm war in einem anderen Gebäude (über die Straße), aber angeblich wurde von der Feuerwehr die komplette Straße abgesperrt und auch die Polizei rückte in großer Mannschaft an. Wie ich höre war das komplette Gebäude mit mehreren Hundert Mitarbeitern innerhalb von 8 Minuten geräumt. Im Aufzug habe es etwas rumgekokelt nachdem vormittags das Wartungspersonal des Herstellers dort etwas gemacht habe. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ich ein großes Event verpasst habe. 🙁

Naja, zum Glück ist nichts passiert. Auf der Zugfahrt lernte ich von Kollegen, dass man im Brandfall die Bürotüren nicht abschließen soll. Normalerweise müssen wir immer alles verriegeln, wenn wir den Raum verlassen. Aber dann könnte ja weder die Feuerwehr in den Raum, noch könnten die Teamleiter schnell nachsehen, ob alle raus sind. Bei uns verlassen die Kapitäne nämlich als letzte das Schiff. Liegt das daran, dass den Verfassern der Vorschriften klar ist, wer am ehesten zu entbehren wäre?

3. März 2009 um 21:03

Network Monitor mit TDS-Unterstützung

Ebenfalls von meinem Chef kam der Hinweis auf die neue Beta-Version des "Network Monitor Open Source Parser" von Microsoft. Darin wurden viele der "plötzlich" offen zugänglichen "Microsoft Protokolle" integriert.

While parsers for many protocols have always shipped with Network Monitor, we have now decided to ship parsers for the protocols described in the Windows Open Protocol Specifications […].

Dazu gehört auch auch die TDS-Unterstützung. Man kann also Pakete des SQL-Servers damit im Klartext ansehen. Das könnte richtig klasse sein. Allerdings habe ich da so meine Vorurteile: Ethereal zu toppen dürfte für eine Beta schwer sein. Dennoch würde ich ihn gerne mal ausprobieren. Aber bis ich dazu komme… 😉

Hat den schon mal jemand ausprobiert?

3. März 2009 um 20:19

Bin ich selbstständig oder angestellt?

Wen es interessiert woran man erkennen kann, ob jemand selbstständig oder angestellt ist, der sollte das informative Infoblatt "Selbstständig oder angestellt" von der GEK lesen. Hier werden knapp und verständlich verschiedene Sonderfälle erläutert.

Jetzt verstehe ich auch, warum beherrschende Gesellschafter grundsätzlich keine Angestellten sind und im Rahmen eines Arbeitnehmerüberlassungsvertrages nicht vermittelt werden können. Aber manche Geschäftsführer können durchaus Angestellte sein, aber längst nicht alle…

2. März 2009 um 20:46

Selbstständig oder angestellt?

Bei uns war seit einigen Wochen auch wieder das Thema aktuell in welchen Situationen wir externe Mitarbeiter nur als Angestellte beschäftigen können (per "Arbeitnehmerüberlassungsvertrag") und wann per Werkvertrag oder gar als Beratervertrag (ich glaube offiziell heißt das "Dienstleistungsvertrag").

In dem Artikel "Selbstständig oder angestellt?" bei gulp.de werden unter anderen Kriterien genannt, die für eine selbstständige Tätigkeit sprechen. Dort wird auch in einem Beispiel beschrieben, dass die Rechtssprechung alleine schon dann von einem Angestelltenverhältnis ausgeht, wenn der Betreffende in die betriebliche Organisation der Firma eingegliedert ist und deren Weisungen unterliege.

Keine schöne Sache für alle selbstständigen ITler, oder? Ob es das ist, was der Gesetzgeber wollte?

2. März 2009 um 20:33

Nun doch Vollversion von SQL Server in Azure?

Wer sich bisher mit der Datenhaltung in Azure beschäftigte war möglicherweise etwas von der fehlenden Freiheit enttäuscht. Microsoft wollte die Datenhaltung so einfach wie möglich machen und ließ den Entwicklern daher so gut wie keine Freiheiten. Das Echo war enttäuschend. "Gehe zurück auf LOS und ziehe nicht 4000 Piepen ein." Sogar im sonst sehr Microsoft afinen SQL Server Magazine ist die Skepsis groß.
So muss das wohl für die Entwickler gewesen sein, denn plötzlich wird alles anders? So schreibt es Computerworlduk.com (auf die mich mein Chef aufmerksam machte):

Microsoft, which last year announced plans to bring a limited version of its SQL Server database online, now plans to offer a fully capable cloud version.

It plans to incorporate as many features from its flagship database into SQL Data Services (SDS) before the cloud-computing platform upon which it will run, Windows Azure, is released, according to an article on The Register.

Und:

Microsoft has acknowledged that pressure from partners and customers motivated it to enhance its upcoming web 2.0-compliant SDS.

Leider sind das alles nur Gerüchte, die auf "The Register" zurückgehen und auf die Reaktion darauf im SQL Data Services Team Blog. Auf dem Blog steht der viel zitierte Satz was auf der Mix passieren soll: "This time around we will be unveiling some new features that are going to knock your socks off."

Welche Änderungen das sein könnten und wie sich die Ist-Situation darstellt, wird im Artikel "A Mid-Course Correction for SQL Data Services" sehr gut dargestellt.

1. März 2009 um 22:43

Zahlenschloss entschlossen

Offenbar gibt es diese alten Zahlenschlösser immer noch. Jedenfalls erklärt jemand eine Methode ganz ähnlich zu der mit der wir als Schüler rumexperimentierten…


Try It Yourself: Episode 1 – HACKING A Bike LOCK In 30 SECS!Amazing videos are here

28. Februar 2009 um 11:34

Windows Foundation Server

Die Nachricht von Steve Balmer schlug ja ganz schön ein. Offenbar wird Microsoft bald eine low-cost Windows Server Edition raus bringen, die für den Einsteigermarkt gedacht ist: Windows Foundation Server. Nachdem Microsoft jahrelang versuchte mit dem Small Business Server den Markt der kleinen Netze zu erobern, haben Sie diese Strategie nun offenbar aufgegeben. Viele unserer Kunden waren vom Home Server enttäuscht, weil er nicht wie üblich erweiterbar ist und auch nun im Bundle mit Hardware verkauft wird. Daher wird – wenigstens in Deutschland – noch gerne ein XP-Professional als Quasi-Server für kleine Nezte genutzt (Peer-to-peer). Auch Linux-Server kommen hier immer häufiger zum Einsatz, wenigstens als File- bzw. Application-Server.
Jetzt will Microsoft diese Lücke in den nächsten zwei Monaten schließen…

Auf Microsoft-Watch.com finden sich Zitate von Steve Balmer, die sehr aufschlussreich sind:

From a revenue perspective, we are introducing a new low-cost, low-price, low-functionality Windows Server SKU. If you take a look at it, as server prices, hardware prices have come down, we don't exactly have a netbook phenomenon. But if somebody can buy a $500 server, they're a little loth to spend $500 for the server operating system that goes with it. So we have something that's akin to [a] netbook at the server level, and we'll be introducing our Foundation Edition over the next month or two.

Steve Balmer erwartet also, dass die Netbook-Technologie den Markt der Server-Hardware hin zu billig-Servern beeinflussen wird. Was ist denn wohl ein "low-functionality Windows Server"?

Wenn ich mir das genaue Gegenteil ansehe, den Small Business Server 2008 und den Essential Business Server 2008, dann kann es doch nur heißen, dass ein ein normaler Windows Server 2008 wird, der nur die Kernfunktionen unterstützt. Lasst uns doch mal spekulieren: Was könnte zum Kern gehören?

  • File Services
  • Active Directory
  • Web Services (IIS) und Firewall

Was gehört wohl nicht dazu?

  • Alles was zusätzlich zum Windows Server 2008 gekauft werden muss, gehört ja wohl ganz sicher nicht dazu: SQL-Server, Exchange, …
  • Cluster-Unterstützung?
  • Hyper-V?

Aber wie steht es mit den "Terminal Services"? Kann man die überhaupt so einfach abklemmen? Aber MS könnte auch die Zahl der genutzten Prozessoren und RAM einschränken, wie beim SQL-Server.
Was mir da so kommt: Warum nennen die diese neue Version nicht "Express Edition"?

Die einzige offizielle Bestätigung fand ich übrigens auf dem Windows Server Division WebLog.

27. Februar 2009 um 18:51

USB Plasma Ball (Teil 2)

USB Plasma BallNeulich habe ich doch das Video von dem amerikanischen Geek-Shopping-Sender präsentiert. Darauf hat der Moderator (?) so schön den "USB Plasma Ball" vorgestellt.

Und nun gibt es ihn für 10 Euro auch in Deutschland zu kaufen… Tataaa
Die ideale Geschenk-Idee für erwachsene Spielkinder, die schon alles haben.

26. Februar 2009 um 22:20

VB6 unter Windows 7

Als ich den Hinweis las, dass "Visual Basic 6.0" auch noch unter Windows 7 geht, wunderte ich mich zuerst etwas. Aber wenn man darüber nachdenkt, dann ist es schon konsequent, dass Microsoft die Runtime mit Windows 7 ausliefert. Schließlich soll ja alles gehen, was auch unter Vista ging…

Im Dokument "Support Statement for Visual Basic 6.0 on Windows Vista, Windows Server 2008 and Windows 7" steht:

The Visual Basic team is committed to “It Just Works” compatibility for Visual Basic 6.0 applications on Windows Vista, Windows Server 2008 and Windows 7.

26. Februar 2009 um 22:08

Link auf Microsoft-Seite

Seit ein paar Wochen ist mein Weblog übrigens auf der deutschen Microsoft-Seite des SQL-Servers unter der Rubrik "Deutsche Community Blogs" verlinkt: der jeweils letzte Artikel zum Thema SQL-Server ist dort mittels RSS-Feed verlinkt.

Als die Anfrage kam, wer sich da gerne verlinken lassen will, hatte ich nicht damit gerechnet, dass die mich wirklich nehmen… Wer es selber sehen will: Im SQL Server TechCenter unten in der Mitte unter "Deutsche Community Blogs".

Und nein, ich bekomme nichts dafür. Außer vielleicht ein paar mehr Leser… Willkommen! 😉