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Bedenkliches aus dem IT-Alltag

10. November 2008 um 19:55

Sammlung systemnaher Werkzeuge

Mein Chef machte mich auf eine Fundgrube für systemnahe Windows-Werkzeuge aufmerksam: NirSoft. Hier findet man viele nützliche Werkzeuge, die kleine Aufgaben abseits des Mainstream erledigen. Mein Favorit ist "NirCmd". Das ist so eine Art schweizer Taschenmesser mit dem man lauter Dinge tun man, die man auch anders machen kann, aber umständlicher oder viele einzelne Werkzeuge benötigen würde, wie zum Beispiel:

  • Inhalt des Clipboards in eine Textdatei schreiben (nur wenn Text drin steht). Das geht auch umgekehrt.
  • Monitor ausschalten, System runterfahren bzw. in den Standby oder Ruhezustand versetzen.
  • Bildschirmauflösung anpassen

Daneben gibt es auch eine ganze Reihe von Werkzeugen zum Knacken von Passwörtern, z.B. für Outlook.

Leider kann man den Sourcecode nicht einsehen. Und weil einige Virenscaner bei manchen Tools Alarm schlagen, muss man schon eine Menge Vertrauen aufbringen bzw. das Tool mittels ProcMon genau beobachten. Das habe ich freilich nicht vollständig gemacht. Daher ist dieser Tipp wie üblich ohne Gewähr…

Als Alternative bietet sich natürlich auch die PowerShell. Hier muss man sich zwar etwas stärker einarbeiten, hat dann aber noch ganz andere Möglichkeiten.

10. November 2008 um 19:53

Maulkorb für die Presse noch möglich?

Wenn ich vor 20 Jahren gelesen hätte, dass der Geheimdienst der Presse verbieten will über Dinge zu sprechen, die die "Interessen der nationalen Sicherheit" betreffen, dann hätte mich das beunruhigt. Aber heutzutage ringt mir das nur ein müdes Lächeln ab:

Wie die Tageszeitung Independent heute berichtet, versucht das Geheimdienstkomitee Intelligence and Security Committee (ISC) derzeit Pläne bei Ministern und Parlamentsabgeordneten für ein Gesetz durchzusetzen, durch das Medien künftig von der Berichterstattung abgehalten werden, wenn diese gegen die "Interessen der nationalen Sicherheit" verstößt.

Quelle: heise online

Wie wollen die denn in Zeiten der Globalisierung und des Internet eine unzensierte Berichterstattung verhindern? Wollen Sie bei China abgucken?

3. November 2008 um 11:02

SQL-PASS Franken: Reporting Services 2008

SQL-PASSHui, das hätte ich ja fast vergessen anzukündigen: Morgen, also am Dienstag, den 4.11.2008 um 18:30 Uhr, trifft sich wieder die SQL-PASS Franken. Das Thema ist wieder sehr gut ausgesucht: "Reporting Services mit SQL Server 2008" und der Referent Sebastian Flucke ebenso. Echt blöd, dass ich gerade wieder Ferien sind und ich nicht da bin. Wie immer ist die Teilnahme kostenlos.
Gastgeber ist wieder die plus-IT GmbH im Eurocom Center (Lina-Ammon-Str. 3, Gebäude 3 / 3. Stock, 90471 Nürnberg).

Das genaue Thema lautet: "Einstieg in die Reporting Services mit dem SQL Server 2008"
Und das sind die Unterpunkte:

  • Berichtsdesigner
  • ad-hoc Berichtswesen aus diversen Quellen
  • flexible Berichtsdistribution
  • flexible Filtermöglichkeiten
  • "Make it Work – die ersten Schritte"

Für mich sind die Reporting-Service die große Innovation im SQL-Server-Paket. Ich finde sowohl den Ansatz einfach super und auch die Ausführung. Eigentlich erstaunlich, denn meines Wissens ist das Paket von Microsoft selber entwickelt (also nicht zugekauft, wie andere Dinge… ;-))

Nachdem die letzten Treffen immer 30 Leute da waren, bitte kurz bei Klaus Oberdalhoff unter kob(ät)sqlpass.de anmelden, damit er weiß wie viele Stühle wir benötigen.

3. November 2008 um 10:37

Masse statt Klasse

Wenn ich mir die Suchmaschine "webadress" ansehe, dann fällt sie besonders durch schlampige Zuordnung der Funde auf. Zunächst mal wurde ich als Landschaftsarchitekt geführt, jetzt wird unsere Kirchengemeinde als Landwirtschaftsamt geführt. Offenbar ist der Algorithmus der Klassifizierung der Funde so richtig schlecht. Warum merken die das nicht? Ich war doch sicher nicht der einzige, der sich beschwerte…

So sah das heute aus:
ELIA-Gemeinde als Landwirtschaftsamt? Wer denkt sich denn sowas aus?

30. Oktober 2008 um 22:35

neues Spielkonzept mit Boku

Als ich in einer der typischen Werbemails von Microsoft heute las, dass Microsoft auf der PDC ein neues Spiel vorstellte, wurde ich schon hellhörig:

Das neue PC-Game Boku führt Kinder spielerisch an Grundsätze des Programmierens heran.

Auf der Web-Seite von Boku sieht es schon richtig gut aus. Wenn ich es richtig verstehe, dann ist das so eine Art AntMe für Kinder – in bunt, in schön.

The core of the Boku project is the programming user interface. The language is simple and entirely icon-based. Programs are composed of pages, which are broken down into rules, which are further divided into conditions and actions. Conditions are evaluated simultaneously.

Weitere Infos und das obige Video fand ich bei Golem.de:

Zu Boku gehört neben der grafischen Programmiersprache auch ein interaktiver Umgebungseditor sowie ein Tool zum Erstellen von Wegen und Brücken. Außerdem enthält es 20 vorgefertigte Figuren mit unterschiedlichen Fähigkeiten.

Das hätte mir sicher tierischen Spaß gemacht. Nur die Verwechslungsgefahr mit dem Streichkäse finde ich tückisch… 😉

30. Oktober 2008 um 00:09

SATA-Festplatten einfach mal anstecken

Die Idee dieser "USB-Docking-Station für 2,5" & 3,5" SATA-Festplatten" bei Pearl finde ich schon irgendwie schräg. Aber das ist so praktisch, dass ein Zugriff für den Preis von 34 Euro (inkl. Versand) sich meiner Ansicht nach lohnt.
USB-Docking-Station für 2,5

Ich kannte bislang nur die typischen Kabel, z.B. von Digitus (bei Conrad derzeit für etwa 24 Euro (inkl. Versand, regulär angeblich 32 Euro):
DIGITUS USB 2.0 IDE & SATA KABE

Beide Teile enthalten laut Beschreibung eine externe Stromversorgung.

29. Oktober 2008 um 20:07

Wieder etwas Neues: SQL Data Services

Mit "Windows Azure" – dem neuen Angebot von Microsoft für das Hosting und Management von Cloud-basierten Diensten – kommt auch eine neue Datenzugriffs-Schnittstelle. Nachdem es eine Zeit lang erfreulich übersichtlich war, geht es jetzt Schlag auf Schlag: Entity-Framework, LINQ und nun "SQL Data Services".

Ob das für uns Normalsterbliche interessant ist, kann ich jetzt noch nicht abschätzen. Ich gehe davon aus, dass noch ein paar Jahre vergehen bis wir Cloud-Anwendungen implementieren. Aber wer sich jetzt schon informieren will, der kann das tun:

Have fun…

29. Oktober 2008 um 20:02

Da gingen ein paar Stimmen durch die Lappen

Warum es für Wähler wichtig ist, dass sie leicht kontrollieren können, ob die das Kreuzchen da gemacht habe, wo es hin sollte? Diese Frage wurde jetzt in Finnland beantwortet. Hier dachten viele Wähler sie hätten eine gültige Stimme abgegeben, aber das stimmte gar nicht. Und sie haten keine möglichkeit das nachzuprüfen. Pech gehabt!

Details stehen bei heise online.

28. Oktober 2008 um 20:09

Konvertierung um zwei Ecken

Wenn man mal versehentlich (?) eine Varchar-Spalte nach image konvertierte (von nvarchar nach image geht aus nahe liegenden Gründen übrigens nicht), dann kann man den Inhalt übrigens doch noch lesen. Aber nur über zwei Ecken.

CREATE TABLE MyTest ( -- Testtabelle anlegen
id integer IDENTITY(1,1) NOT NULL,
str varchar(100) NULL)

INSERT INTO MyTest (str) – irgendwas einfügen
SELECT name
FROM sysobjects

ALTER TABLE MyTest – und nun nach image konvertieren
ALTER COLUMN str image NULL

Versucht man die direkte Rück-Konvertierung ("CONVERT(varchar(2000),str)"), dann stößt man an die Grenzen des üblen Image-Typs: "Explicit conversion from data type image to varchar is not allowed."
Bisher kenne ich schon viele gründe die "neuen" Typen varchar(max) bzw. varbinary(max) einzusetzen, aber warum jemand immer noch den Typ image verwendet, ist mir ein Rätsel.

Um die Konvertierung dennoch hinzubekommen, muss man über diese beiden Brücken gehen:

SELECT str, CONVERT(varchar(max),CONVERT(varbinary(max),str)) AS "converted"
FROM MyTest

Schon prima, oder? OK, das gehört zweifellos in die Kategorie "Probleme, die man nicht haben muss", aber das kommt in der Praxis durchaus vor… 😉

27. Oktober 2008 um 22:24

Aufzug fahren oder Treppen steigen

Morgens gehe ich meistens ins Kellergeschoss und kaufe dort in der Kantine ein belegtes Brötchen. Auf der Rückweg ging ich heute gerade an den Fahrstühlen vorbei als jemand die Treppe runter kam. Mein Gruß irritierte den eiligen Herrn leicht. Immerhin grüßte er nach kurzem Zögern zurück, drückte dann auf den Aufzug-Knopf und blieb vor dem Aufzug stehen.

Erst als ich auf der Treppe war, bemerkte ich, was da gerade passiert war. Mich hätte ja schon mal interessiert, was das sollte. Denkt der vielleicht, es würde ihm Energie zuführen, wenn er runter läuft um mit dem Fahrstuhl rauf zu fahren?

26. Oktober 2008 um 23:33

Telefon-Hotline – besser als ihr Ruf?

Das kann ich so nicht empfinden. Außerdem wurde ich am Freitag Opfer einer erzieherischen Maßnahme unserer Telefonhotline in der Firma:

Wegen eines Supportfalles wollte ich mit der zuständigen italienischen Microsoft-Mitarbeiterin von Mensch zu Mensch telefonieren – Mails haben eben doch Grenzen. Aber unter der Nummer kam immer eine deutsche Stimme, die Nummer sei nicht erreichbar. Nun ist es ja nicht das erste Mal, dass ich ins Ausland telefoniere, aber dennoch probierte ich verschiedene Kombinationen. Für Auslandsgespräche muss man bei uns nämlich erst mal einen 4-stelligen Code wählen und dann seine persönliche 8-stellige ID. Und schon darf man die gewünschte Nummer eintippen. Aber wie gesagt, es ging trotzdem nicht.

Letztlich rief ich bei unserer internen "TK-Hotline" an, hörte mir die klugen Ratschläge vom Band an (Falls Sie diese und jene Fragen haben, sind sie hier falsch und können gleich wieder auflegen…) und wurde letztlich mit einem Mitarbeiter verbunden. Nachdem ich dem Mitarbeiter an der Strippe die Sachlage erklärt hatte, riet er mir die erste führende Null wegzulassen (also 039… anstelle von 0039…), was ich für Humbug hielt, aber nicht sagte. Immerhin wollte ich es ausprobieren, weil es auch nicht blöder war als andere Dinge, die ich vorher schon ausprobiert hatte. Und was soll ich sagen – es half nicht, auch nicht das weglassen anderer Nullen. In meinem Telefonlog konnte ich sehen, dass die TK-Hotlinenummer auf den persönlichen Apparat des Kollegen umgeleitet worden war. Diese direkte Nummer wählte ich also und wurde nach längerem Warten mit Freizeichen auf dessen Mailbox umgeleitet.

Also wählte ich wieder die Hotline-Nummer, hörte mir wieder an in welchen Fällen ich gar nicht erst anrufen brauche und wenn ich doch lang genug dran bliebe mit einem "freien" Mitarbeiter verbunden würde. Das war diesmal der andere (ich kenne schon beide, allerdings wegen anderer Probleme). Er sagte während des Gespräches ganz beiläufig, dass ich übrigens immer die Hotlinenummer wählen solle und nie die direkte, weil es ja sein könne, dass "der Mitarbeiter ohnmächtig vom Stuhl gefallen sei". Seinen Kollegen hörte ich im Hintergrund rumoren und sprechen. Er zuckte also wenigstens noch… 😉

Erwähnte ich schon, dass man auf unseren Telefonen im Display sehen kann, wer gerade anruft? Was da bei meinem (unverschämten?) direkten Anruf abgelaufen sein könnte, ist leicht vorstellbar. Insbesondere weil der andere Kollege das Thema anschnitt. Natürlich rein zufällig. Helfen konnte mir der Kollege auch nicht. Er konnte nur bestätigen, dass die Nummer aus der Mail-Signatur der MS-Mitarbeitern wirklich nicht erreichbar war. Das Zeichen bedeute, dass es die Nummer nicht gäbe.
Aber ob das an unserem Telefon-Provider oder der Endstelle in Italien läge, könne er nicht sagen. Immerhin war er richtig freundlich und nahm mein Problem ernst. Tja, dennoch habe ich dann viel Zeit für nichts verloren…

PS: Die Microsoft-Niederlassung in Italien hatte übrigens eine Telefonstörung bei deren Provider.

26. Oktober 2008 um 23:20

Neid auf Freiberufler?

Bei Gulp.de gibt es gerade eine interessante Umfrage zum Neid von Festangestellten auf Freiberufler: Bei GULP.de rechts in der Spalte "Neid" die Punkte auswählen und abschicken oder gleich das Zwischenergebnis ansehen.

Die Fragen lauten:

  • Könnten Sie als Festangestellter neidisch auf Freiberufler sein?
  • Was könnte für Sie ein Grund sein, neidisch auf Freiberufler zu sein?
  • Was meinen Sie: Wem bleibt unterm Strich mehr zum Leben übrig?

Hm, wird hier bei den Fragen eine Tendenz suggeriert?