Seit gar nicht so langer Zeit schaue ich immer wieder mal bei Spiegel.de rein. Der Artikel "Unsinnige Auswahlverfahren: Mitarbeitersuche als Glücksspiel" erregte sogleich mein Interesse. Die Auswahl der "richtigen" ™ Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter ist schließlich eine wichtige Sache. Wir lagen mit unseren Leuten bisher ganz gut, aber es ist doch auch interessant über den Tellerrand zu schauen.

Aber was da jetzt im Spiegel geschrieben wird, kann ich einfach nicht glauben:

Nach Schätzung von Thomas Lang-von Wins, Arbeitspsychologe an der Münchner Bundeswehr-Universität, würden gar bis zu 30 Prozent der deutschen mittelständischen Betriebe auf die Auswahl per Sternzeichen vertrauen. Viele Firmen ließen astrologische Gutachten erstellen. Genauso wenig aussagekräftig sei eine Begutachtung der Handschrift.

Die paar kleinen und mittelständischen Betriebe bzw. Handwerker, deren Inhaber ich so gut kenne, dass wir über sowas reden, legen ganz andere Kriterien an. Die Dinge, die wichtig sind, wechselten zwar im Laufe der Jahre, aber Astrologie war da kein Thema. Die vorgeschlagenen "Psychotests" (O-Ton) klingen jetzt auch nicht so vielversprechend. Letztlich hängt es doch auch von der Stelle ab, die zu besetzen ist. Das Auswahlverfahren für einen Facharbeiter wie einen Maschineneinrichter sollte sich grundlegend von dem eines Software-Entwicklers unterscheiden. Leider wird in dem viel zu kurzen Artikel sehr stark pauschalisiert und keine konkreten Vorschläge gemacht.