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Bedenkliches aus dem IT-Alltag

11. Oktober 2006 um 21:40

Seid ihr auch noch alle da?

Seit heute sind wir wieder telefonisch erreichbar und damit auch wieder ONLINE… Hurra.

Was man so erlebt, wenn man nicht Telekom-Kunde ist und umziehen will… Immerhin hat der Telekom-Techniker, zuständig für die "letzte" Meile, es allen Widrigkeiten zum Trotz doch noch geschafft uns anzuschließen. Wenn ich dazu etwas Distanz habe, dann schreibe ich mal, wie das so war.

In nächster Zeit werde ich also wieder bloggen. Zunächst etwas weniger, weil ich neuerdings nebenberuflich als Renovierer tätig bin. Heute wurden wieder mal Regale aufgebaut und weitere Regalböden lackiert. Langsam sieht das Arbeitszimmer von Susanne wirklich aus wie ein Arbeitszimmer…

Ich finde es interessant, wie sich in meiner Abwesenheit die "Hitliste" verändert hat: "The SQL Apprentice" kletterte mit sagenhaften 1638 Zugriffen auf Platz 1. Ich schätze das habe ich Google zu verdanken, der lauter Amis auf meine Seite lenkte die auf der Suche nach englischen SQL-Anfänger-Tipps waren… 😉

22. September 2006 um 00:04

Zwangspause

So, nach nunmehr 5 Wochen Renovierungsarbeiten, zuletzt mit Doppelschichten von früh bis in die Nacht, ist es am Samstag so weit. Wir ziehen um. Morgen wird der PC verpackt.

Bis NefKom/TeleKom es schafft unser Telefon und DSL umzuziehen, bin ich "offline". Bis heute habe ich keinen Termin genannt bekommen. Daher kann ich auf unbestimmte Zeit nichts weiter bloggen. In den letzten Tagen kam ich sowieso nicht wirklich dazu…

Die Kommentarfunktion klemme ich so lange ab, damit der Blog den Spammern nicht hilflos ausgeliefert ist.

Bis bald,

Euer Thomas

14. September 2006 um 00:14

Auf dem Foto siehst Du aber schlank aus!

Es ist kaum zu glauben, aber HP wirbt für deren Foto-Apparaten mit der neuen "Slimming-Funktion".

Ich bin sicher, dass dies einen neuen Trend einläutet: Verschönerungsfunktionen gleich in die Camera eingebaut: Verschlanken, leichte Gesichtskorrekturen (weniger eckig, aber etwas schmaler), Entfernung von Hautunreinheiten, leichter Weichzeichner, …

Damit wird dann nicht mehr das abgelichtet, was da ist, sondern was da sein soll. Das ist Fortschritt.

10. September 2006 um 18:15

Namen sind das A und O

Man sagt ja "Namen sind Schall und Rauch", aber meiner Erfahrung nach ist im öffentliche Bereich der Name fast das Wichtigste. Bei Heise las ich jetzt, dass sich eine neue Partei gegründet hat, deren Forderungen und Ziele mir auf den ersten Blick voll unterstützenswert erscheinen.

Die Mitglieder der neuen Partei fordern daher, das private Kopieren, Zugänglichmachen, Speichern und Nutzen von Werken explizit zu fördern. Gleichzeitig lehnen sie Systeme zum digitalen Rechtekontrollmanagement (DRM) als "unmoralisch" ab, da diese "auf einer technischen Ebene die Vervielfältigung von Werken be- oder verhindern". Eine "faire Rückführung" geschützter Werke in den öffentlichen Raum müsse möglich werden. Gesonderte Einschränkungen der Nutzung und Vervielfältigung für Software will die Partei zurücknehmen. Zugleich setzt sie sich für die Reduzierung der Patentierbarkeit insbesondere in den Bereichen Software und Geschäftsmethoden sowie Bio- und Gentechnik ein. Darüber hinaus will sie den freien Zugang zu Ergebnissen der öffentlich geförderten Forschung und Entwicklung im Rahmen der Open-Access-Bewegung sowie die Entwicklung von Open Source fördern.

Leider macht die Partei sich durch ihren Namen gleich suspekt. Wenn man "Piraten Partei Deutschland
(PPD)" hört, dann wekt das leider die Assoziation, dass es sich hier um Gesetzlose handelt. Das stimmt aber gar nicht, es ist lediglich so, dass sich die Partei dafür einsetzt bestimmte Dinge, die derzeit kriminalisiert werden, legal werden. Schade eigentlich. Aber vielleicht wollen sie auch nur provozieren und die Diskussion in Gang bringen. Das war bei den Grünen ja am Anfang wohl auch eher der Fall. Inzwischen sind die ja ziemlich aus ihrer Niesche raus… 😉

Wer mehr wissen will: "Deutsche Piratenpartei kämpft für die freie Wissensgesellschaft"

8. September 2006 um 21:06

WLANs müssen gegen illegale Benutzung gesichert werden

Neulich berichtete ich über die Berliner Initiative über offenen WLANs den Stadtteil Friedrichshain mit schnellen Interne-Anschlüssen zu versorgen. Das Urteil des Landgerichts Hamburg schiebt dem aber jetzt wirkungsvoll einen Riegel vor: Die Betreiber von WLANs müssen dafür sorgen, dass Ihre Anschlüsse nicht ungesetzlich benutzt werden.

Da man aber wohl kaum beeinflussen kann, was die "Mitsurfer" so treiben (auch Portsperren können durch Verwendung von geeigneten Proxis umgangen werden), muss man sein WLAN abriegeln… Schade 🙁

Details stehen im Artikel bei heise online:

Wer ein Funknetzwerk betreibt, muss Vorsorge vor ungesetzlichem Missbrauch treffen. Dies ist der Tenor eines Urteils des Landgerichts Hamburg von Ende Juli, das jetzt veröffentlicht wurde. Das Gericht bestätigte eine einstweilige Verfügung gegen die Betreiberin eines nicht verschlüsselten Funknetzes, über das mehrere Musikstücke in das Peer-to-Peer-Netzwerk Gnutella eingestellt worden waren.

5. September 2006 um 23:53

nosoftwarepatents-award im September

Auch im September gibt es wieder ein paar besondere Kandidaten für den nosoftwarepatents-award:

  • EP0990999 Produktfehler abschätzen
  • EP1006502 Navigationssystem lädt Karten bei Bedarf
  • EP0782728 Web-Zugangscode über 0900-Nummer anbieten
  • EP1044400 Gerätetreiber aus dem Internet herunterladen
  • EP1235135 Digitale Signaturen gruppenweise prüfen

Mein Favorit ist diesmal:

Patentierte Idee: Ein mobiles Navigationssystem bezieht seine geographischen Daten aus dem Netz.

Hauptanspruch: Das Navigations-Endgerät nimmt über ein Kommunikationsnetz Kontakt zu einer Datenbank auf, sendet seine Standortinformationen dorthin und erhält die geographischen Daten seiner Umgebung in einer direkt auf dem Bildschirm darstellbaren Form.

Wie konnte das als Patent zugelassen werden? Naja, das mit der Treiberaktualisierung oder den digitalen Signaturen sind natürlich auch schon Knaller…

Bitte mitmachen und abstimmen!

5. September 2006 um 23:44

Hacker im Wahlkampf

Bei tecchannel.de wird beschrieben, dass sich der Pressechef des Jugendverbandes der oppositionellen, liberalen Volkspartei in den "Wahlkampf-Computer" der sozialdemokratichen Regierungspartei eingehackt hat.

[…] hatte der Pressechef des Jugendverbandes die von den Sozialdemokraten bei der Polizei angezeigten Hackeraktivitäten zugegeben und wurde entlassen.

Wurde denn wenigstens derjenige auch entlassen, der einen PC mit geheimen Unterlagen ans Internet angeschlossen hat? Davon steht da leider gar nichts. Ich vermute, dass Bewustsein für das Risiko ist nicht vorhanden.

PS: Wurde er entlassen, weil er erwischt wurde oder weil er versucht hat an die Infos der "Gegner" ranzukommen? 😉 In Deutschland wüsste ich die Antwort.

Details dazu: "Schwedischer Oppositioneller hackt sich in Wahlkampfcomputer"

3. September 2006 um 22:14

Release 1.0 des FreeDOS

Nicht zu fassen: Jetzt ist es tatsächlich fertig. Unter freedos.org kann man sich das Final-Release des FreeDOS runterladen. Habe ich auch gleich gemacht, das ISO-Image ist gerade mal 8 MB groß… Ich werde es wohl mal in ein VM-Ware-Image reinpacken und etwas rumexperiementieren.

Ich persönlich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wofür ich es verwenden soll. Die letzten DOS-Spiele habe ich vor 2 Monaten weggeworfen.

Allerdings kann ich mir denken, dass es dafür eine dauerhafte Niesche gibt: Jede Menge Leute waren gezwungen noch alte Rechner zu behalten um irgendwelche Alt-Software unter DOS darauf zu betreiben. Wenn der Rechner mal das Zeitliche segnet, dann haben die bestimmt schon MSDOS "unsupported" unter VM-Ware betrieben. Jetzt gibt es hier eine aktuelle Alternative. Aber Hand aufs Herz: Sind die Jungs nicht ein paar Jahre zu spät dran? Wir haben unseren Kunden 1998 die letzten DOS-nach-Windows-Portierungen unserer Software-Pakete präsentiert. Ich schätze mal, dass die DOS-Software dann noch bis 2002/3 unterstützt wurde, aber das erscheint mir schon recht lang…

gefunden bei heise online

29. August 2006 um 01:02

Online-Videorecorder ist nicht legal

Schade, ich hatte den Dienst eigentlich demnächst mal ausprobieren wollen. Ich hatte erwartet, dass es legal ist, wenn man jemand anderen für sich einen Sendung aufzeichnen zu lassen. Aber das sieht das Gericht offenbar anders…

Details bei ZDNet im Artikel "Pro Sieben Sat1 gewinnt gegen Onlinetvrecorder.com"

29. August 2006 um 00:38

Politikerin leidet unter dem Urheberrecht

Etwas Schadenfreude hatte ich schon als ich bei Heise las, dass eine Politikerin Probleme bekam, weil sie auf Ihrer Homepage Fotos von Kunstwerken veröffentlichte.

Viele Dinge im Urheberrecht verstehe ich nicht, z.B. warum ein PodCaster richtig viel Geld zahlen muss, wenn er seinen Beitrag mit mehr als ein paar Sekunden Hintergrund-Musik verschönert. Ich verstehe nicht, warum es illegal sein soll von einer CD eine Kopie zu machen, auf der "Copy-Protected" steht, es aber legal ist auf solchen CDs Root-Kits zu platzieren. Und die gute Politikerin versteht nicht, warum ein Künstler bestimmen darf auf welchen Webseiten sein "der deutschen Bevölkerung" gewidmetes Kunstwerk gezeigt werden darf und auf welchen nicht. Das finde ihc auch lächerlich, aber es leuchtet mir von den genannten Beispielen noch am meisten ein… 😉

26. August 2006 um 23:59

WLAN kreativ

Der Betrag im Heute-Journal zur kreativen WLAN-Nutzung in Berlin ist endlich mal ein Lichtblick. Das erinnert an die Anfänge der Vernetzung als man noch aufeinander angewiesen war und miteinander Lösungen suchte.

Allerdings vermute ich, dass es doch nicht ganz so ordnungdgemäß ist, wie es geschildert wird: Wenn ich andere meinen Zugang mitnutzenlasse, dann verstößt das doch sicher gegen die AGBs der meisten Provider. Außerdem wird es dann unangenehm, wenn die Mit-Surfen sich rechtlich auffällig verhalten, also z.B. sich in Tauschbörden tummeln. Dann stehen die Schergen der Plattenfirmen erstmal vor meiner Tür bzw. schicken dicke Abmahnungen… 🙁

23. August 2006 um 21:44

P!nk PSP Value Pack

Huuh, wenn ich das Bild des "P!nk PSP Value Pack" bei Golem.de ("Sony steht mit Pink auf Pink") sehe, dann weiss ich schon, wer demnächst Ärger mit der Telekom bekommt. Das "PinK" sieht doch ziemlich wie das berühmte "Magenta" aus aus oder?