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Bedenkliches aus dem IT-Alltag

3. August 2006 um 21:37

SqlCmd – Batchautomatisierung mit Variablen

Erst vor ein paar Tagen entdeckte ich, dass mir Microsoft einen ganz lange gehegten Wunsch erfüllt hat. Man kann mit SqlCmd Batches mit Variablen ausführen. Hier ein ganz primitives Beispiel:

use $(db);
select * from $(tab) where $(col)=$(val);

Bei der Ausführung mit SqlCmd kann man nun die konkrete Variablenwerte angeben:

sqlcmd.exe -S (local)\MYYUKON -E -i c:\mssqlclass2005\sql-batch_01.sql -v db=northwind tab=dbo.orders col=OrderID val=10250

Weil das bisher nicht ging, haben wir für unsere Anwendungen 1993 ein eigenes Batch-Program geschrieben, dass wir immer wieder auf die verschiedenen Versionen migriert haben. Als wir dann auf den SQL Server 2000 umgestiegen sind, wurde es völlig runderneuert. Mal schauen, ob wir es noch nach der geplanten Migration auf SQL Server 2005 brauchen…

Unser wichtigster Anwendungsfall: In Views und/oder Procedures unserer Anwendungen sind datenbankübergreifende Abfragen enthalten. Da aber erst bei der Installation (beim Kunden, wir schreiben Standardsoftware, also Massenware) der Name der Datenbanken festgelegt wird, können die Skripte erst um Schluss eingespielt werden. Da müssen die Skripte anstelle der Datenbanknamen variable Werte enthalten.

2. August 2006 um 22:00

SAP investiert weiter in Indien

Bei Heise steht es genauer: SAP investiert eine Milliarde Dollar in Indien. Wenn ich es richtig verstehe, dann wollen sie den indischne Markt weiter erschließen. Unter diesem Aspekt ist es meiner Ansicht nach sinnvoll in Indien zu investieren. Inder können die indische Spezialitäten viel besser in die Produkte einfließen lassen. Immerhin haben sie schon jetzt tausend Kunden, da ist sicher noch mehr drin.

Dank der komplizierten deutschen Gesetze ist es für ausländische Produktionen ernorm schwer hier Fuß zu fassen. Wenn man dann noch bedenkt, dass in den letzten Jahren regelmäßig im November noch darüber beraten wurden, wie die Gesetze lauten, die im Januar in Kraft treten, sehe ich in diesem Bereich keinen Anreiz die Produktion ins Ausland zu verlagern.

Im Bereich der Produktions-, Planungs- und Steuerungssoftware sieht es vermultich etwas anders aus. Als ich früher mal Kundenanpassungen für Baan-Systeme schrieb, hatte ich allerdings stark den Eindruck, dass sich Standard-Software in diesem Bereich generell schwer tut…
Welche Firma möchte schon von den eigenen, auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmten Abläufen auf standardisierte Workflows umsteigen, die auch die Konkurrenz verwendet?

31. Juli 2006 um 23:53

Eine grobe Fehleinschätzung

Jahrelang hörte man oft davon, dass bestimmte Dienstleistungen im Ausland eingekauft wurden: Software made in Indien oder Malaysia. Jetzt geht der Trend hin zu den östlichen europäischen Ländern. Nach meinen Erfahrungen gestaltet sich der Informationsaustausch in der Regel aber mehr als schwierig. Das Tchechen oder Polen immer entweder gut englisch oder deutsch sprechen, stimmt nach meiner Erfahrung überhaupt nicht. Am besten klappt unsere Zusammenarbeit noch mit den Italienern, aber die sind weder im Osten noch billiger als wir… 😉

Das im Osten auch nicht alles so gut und billig produziert werden kann, weiss ich seitdem mein Freund Michael auf dem Weg zu seinen tchechischen Kunden ab und an bei uns Station macht. Er leitet eine kleine deutsche Spritzguss-Firma (Familienbetrieb). Was die Kunden schätzen ist das gute Preis-/Leistungsverhältnis: Gute Qualität zu bezahlbaren Preisen.

Leider hört man viel zu wenig von Firmen, die im Ausland schlechte Erfahrungen gesammelt haben. Hier mal eine seltene Ausnahme: heute.de – Eine grobe Fehleinschätzung

30. Juli 2006 um 09:39

Tipps zum legalen Brennen von Musik-CDs von der BITKOM

Unter der Überschrift Tipp des Monats gibt die BITKOM Tipps zum legalen Brennen von Musik-CDs. Den Kommentar bei netzpolitik.org dazu fand ich so gut, dass ich mir den eigenen Kommentar schenke… 😉

29. Juli 2006 um 13:35

Selektives Lesen

Gestern sprach mich ein Kollege auf mein Posting zum Umgang mit Zeitschriftenumläufen an. Bei ihm stapelt sich die eine oder andere Zeitschrift. Darunter etwa 8 Computerwochen, die vermutlich niemand mehr lesen mag, wenn er sie erst 3 Monate nach Erscheinen bekommt (habe ich abbestellt). Er fragte mich, wie ich es schaffe die Zeitschriften spätestens 2 Tage weiterzugeben.

Ich habe keine allgemeingültigen Antworten, aber hier sind meine Lösungen:

  • Zeitschriften mit Artikeln, die ich richtig "durcharbeiten" muss und möchte, habe ich entweder privat abonniert und kann sie so lange lesen, wie ich mag, z.B. ct.
  • Oder wenn mir das zu teuer ist (wie beim SQL Server Magazine), dann lese ich die interessanten Artikel während der Zugfahrt. Sollten dauerhaft "notwendige" Themen dabei sein, notiere ich mir den Titel/Ausgabe und ein Stichwort. Falls ich später mal Infos zu dem Thema brauche, finde ich diese oder ähnliche Infos in der Regel auch später irgendwo im Internet. Dann muss ich den Artikel nicht sofort lesen.
  • Wenn die Zeitschrift (für registrierte Kunden) eine Möglichkeit bietet die Artikel online zuzugreifen, dann nutze ich das. Manchmal speichere ich die Seiten dann thematisch sortiert ab. Zum Beispiel bei "TecChannel" (hier speichere ich nur die Links) oder "SQL Server Magazine".
  • Ich versuche nur die Artikel zu lesen, die mir neue Impulse geben, dessen Inhalte mich jetzt oder in naher Zukunft betreffen oder dessen Themen mir Spaß machen.
  • Wenn es sich um Zeitschriften handelt, die ich nur "abonniert" habe, um über Trends, Neuheiten und Stimmungen informiert zu werden, dann überfliege ich nur den News-Teil und das Inhaltsverzeichnis. Ich vermeide das Durchblättern der Zeitschrift, sondern lese selektiv.

Zeitschriften, die ihr Fähnchen nach dem Wind schwenken, lese ich nicht mehr. Damit meine ich Zeitungen, die als Hauptinfoquelle die Veröffentlichungen von Firmen hernehmen. z.B. in einer Ausgabe "SOA ist groß im Kommen" (Hintergrund: Firma XY hat ein neues Produkt dafür auf den Markt geworfen) und in der übernächsten "SOA noch nicht reif für den Markt" (Hintergrund: Konkurrent von XY hat eine Studie erstellt).

Wenn ich es recht bedenke, dann sollte meine Vorgehensweise für einfrige Blog-Leser keine Neuigkeit sein. Die Auswahl der Infos aus den tausenden von Blogs stellen ja noch eine viel größere Herausforderung dar. Allerdings gibt es dafür schicke Tools… 😉

27. Juli 2006 um 01:13

Hacker's Wisdom

Neulich fiel mir der Artikel "Real Programmers Don’t Use Pascal" wieder in die Hände. Ein wunderbarer Artikel…

Bei Hacker's Wisdom findet man diesen Artikel online und noch viele weitere "Klassiker", z.B.

  • "How To Become A Hacker" von Eric S. Raymond, wobei hoffentlich jeder weiss, dass Eric mit Hacker die guten Programmierer meint (die bösen heißen "Cracker").
  • "The 10 Commandments for C Programmers" von Henry Spencer. Ich glaube das können nur Leute verstehen, die tatsächlich mal C programmiert haben… 😉

Da werde ich glatt nostalgisch… Andererseits gilt meines Erachtens in der EDV bislang noch der Spruch vom Opadeldok: "Früher war alles schlechter!"

26. Juli 2006 um 20:51

Deutsche Unternehmen vernachlässigen Datenschutz

Bei heise online steht, dass deutsche Unternehmen den Datenschutz vernachlässigen und Kundendaten unerlaubt für interne Anwendungstests einsetzen:

Der Befragung zufolge nutzen 64 % der Entscheidungsträger echte Kundendaten für Anwendungstests, was laut Bundesdatenschutzgesetz – Stichwort Zweckbindung – nicht erlaubt ist.

Das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Es ist doch sehr einfach sich von den betreffenden Kunden das Einverständnis einzuholen seine Daten zum Testen nehmen zu dürfen (muss m.E. schriftlich sein, aber formlos genügt, darun muss eine Frist enthalten sein). In unserer Firma ist das ganz gängig. Die meisten Kunden sind damit einverstanden, etliche bieten es auch von sich aus an (nachdem ein Problem nur mit deren Datenkonstellation auftrat).
Allerdings können sie sich auch darauf verlassen, dass sie vertraulich behandelt werden… Um diese "Echtdaten" wird bei uns schon ein ganz schöner Wirbel veranstaltet: Sie dürfen nur in abgeschotteten Testnetzen installiert werden, die Rechner stehen in gesonderten Testräumen, Zutritt haben nur die eingetragenen Tester usw. 🙁

25. Juli 2006 um 21:59

Mit dem Rad zur Arbeit

Gestern habe ich festgestellt, dass ich in diesem Jahr meine Quote für die Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" schon erfüllt habe: Man muss an 20 Tagen mit dem Rad komplett bis zur Arbeit oder als Pendler zum Bahnhof fahren und schon hat man die Bedingungen erfüllt.

Ich bin schon auf die Urkunde gespannt. Seit dem Beginn wurden die Urkunden immer "billiger":
Mit dem Rad zur Arbeit 2003 Mit dem Rad zur Arbeit 2004 Mit dem Rad zur Arbeit 2005

21. Juli 2006 um 18:17

Spaß mit Telefonsoftware

In unserer Firma steht für jeden Mitarbeiter ein Telefonlogbuch (Siemens HiPath) zur Verfügung. Da kann man alle Telefonaktionen sehen: wer hat angerufen, hat er mich erreicht, hat ein anderer den Anruf übernommen (wer), wen habe ich angerufen usw.
Bis vor kurzem durften wir eine ausgezeichnete Eigenentwicklung eines Kollegen nutzen, aber nun müssen wir uns mit der offiziellen Schmalspurversion begnügen, die vom Hersteller kommt. Schade, aber wir sind ja dankbar, dass wir sowas jetzt auch endlich haben… 😉

Wenn ich in einer Besprechung war und ich die Zeit dafür habe, dann schaue ich gerne in mein Telefonlogbuch. Heute rief ich wieder mal zwei Kollegen zurück, die vergeblich versucht hatten mich zu erreichen.
Dabei passiert es immer wieder, dass einige ganz platt sind, wenn ich sage: "Sie haben ja heute um 12:33 Uhr versucht mich zu erreichen. Ist das noch aktuell, kann ich Ihnen noch helfen?" . . . (Magie? Gedankenübertragung? Aah, der ist vorhin einfach nicht rangegangen!)
Das Werkzeug kennt eben noch nicht jeder… 😉

Seitdem wir das Logbuch haben kam es imerhin auch nicht mehr vor, dass jemand behauptet, er hätte dann und dann den ganzen Tag vergeblich versucht mich zu erreichen…
So eine Telefonanlage verbessert doch ungemein das Betriebsklima. Obwohl Klima bei der Hitze eigentlich das falsche Stichwort ist.

20. Juli 2006 um 18:39

Real Programmers Don't Use Pascal

Zufälle gibts schon manchmal… Heute früh habe ich einen Ordner mit alten Artikel von den Achtzigern bis zu den frühen Neunzigern aussortiert und fast alle weggeworfen. Dabei fiel mir der Artikel "Real Programmers Don't Use Pascal" besonders auf. Den fand ich schon immer klasse! Ich frage mich, ob das auch Entwickler der letzten Generation witzig finden…

Und gerade eben finde ich bei pd.blog (Danke Patrick) den Link auf eine Übersicht über die Popularität einer Programmiersprache. Und Pascal liegt sogar auf Position 16. Unglaublich!

Vielleicht bin ich ja morgen vor der Putzfrau im Büro und kann den Artikel noch retten… 😉

20. Juli 2006 um 18:26

Regulierung von Klimaboxen

Seit vier Wochen haben wir Klimaboxen bei uns in den Büros. Eine echte Wohltat. Weil es dennoch 26,4 Grad in unserem Büro hatte, drehte ich
das Thermostat mal auf 19 Grad runter. Aber auch nach einer Stunde hatte sich die Temperatur nicht verändert, jedenfalls nicht sehr: 26,5 Grad

Das lässt nur einen Schluss zu: Das Themostat regelt nicht, wie stark die Box kühlt, sondern nur wie lange sie kühlt… Und sie ist offensichtlich überfordert. 🙁

Wie man trotz der Temperaturen überleben kann, wenn man keine oder keine ausreichende Klimatisierung hat, beschreibt Stephan Walcher in seinem Weblog Prometeo und das ZDF.

19. Juli 2006 um 19:50

Weltkarte der besuchten Länder

Bei World66 kann man sich seine eigene Landkarte erzeugen lassen, in der alle bereits besuchte Länder rot markiert sind. So zum Bleistift:

Ich finde das ein recht nettes, aber völlig sinnloses Feature… Das heißt, es gefällt mir. 🙂

gefunden bei Funblog – Merci Vielfalt..